Chaplin – Ein Leben für den Film

Originaltitel: Les étoiles de l’histoire: Chaplin  Autoren: Bernard Swysen, Bruno Bazile (Zeichnungen)  Verlag: Panini, Juni 2020  Umfang: Hardcover, 80 Seiten, 32 x 23 cm  ISBN: 978-3-74161951-9  Preis: 20 Euro

© Panini

Über den bekanntesten Komiker der Filmgeschichte Charles Spencer Chaplin (1889 – 1977) sind schon viele Bücher mit Texten und Fotos verfasst worden. Nun kann man das Leben und Schaffen des legendären Künstlers in Gestalt eines wunderbaren Comics – neudeutsch: Graphic Novel – studieren.

Das Vorwort wurde vom französischen Regisseur Claude Lelouch verfasst, der von seiner kurzen, aber prägnanten Begegnung mit Chaplin in den 70er Jahren erzählt.

Und dann steigt die gezeichnete Geschichte gleich ein und beginnt mit der Geburt Chaplins im Süden von London: Der Vater soff sich zu Tode, die Mutter wurde immer wieder in Irrenanstalten eingewiesen – keine schöne Kindheit für Charlie und seinen älteren Halbbruder. Mit nur 13 Jahren war der Junge in diversen Jobs aktiv, um zu überleben. Frühe Erfolge auf der Bühne führten ihn auch in die USA, wo sich er ab Oktober 1912 niederließ (Endlich wieder daheim … für immer!).
Tätigkeiten bei verschiedenen Filmfirmen (Keystone, Essanay, Mutual, First National…) mit Aufstieg zum Superstar. 1919 Gründung von United Artists als Gegenpol zu den etablierten Studios...

© Panini

Die Zeichnungen aus der Feder Bruno Baziles (* 1961) sind detailliert und mit Liebe zur Sache gefertigt. Die Geschichte selber, von Bernard Swysen (* 1964) konzipiert, enthält alle wichtigen Stationen im Leben Charlie Chaplins, ein paar Beispiele:

  • September 1910: Chaplin reist mit einem jungen Mann, der später als Stan Laurel berühmt wird, auf einem Ozeandampfer
  • 1914: Der Tramp wir kreiert und hat seinen ersten Auftritt in Seifenkistenrennen in Venice
  • 1914, Essanay
  • Erste Chaplin-Werbeartikel (Tassen und Figuren im Tramp-Design)
  • Chaplins zahlreiche Frauengeschichten, mit echten und falschen Schwangerschaften
  • Ärger mit der Zensur und McCarthy, öffentliche Hetzkampagnen
  • 1942 wieder eine Minderjährige, doch Oona bleibt an seiner Seite und schenkt ihm acht Kinder
  • Seine Verbannung aus den USA
  • Spätwerke und Wohnsitz in der Schweiz
  • 25. Dezember 1977: Chaplin stirbt (Zitat: Er hat Weihnachten immer gehasst…)

Der zauberhafte Bildband, der jedem Chaplin-Fan hiermit empfohlen wird, endet mit Fotos aus Charlies Leben und Schaffen und einer bebilderten Filmographie.


Weitere Bücher aus dem Panini-Verlag finden Sie in unserer Filmbibliothek:

Wer jetzt Blut geleckt hat, findet in unserer Videothek:

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Eine Antwort zu Chaplin – Ein Leben für den Film

  1. FilmkritikenOD schreibt:

    https://www.filmvorfuehrer.de/topic/32304-chaplins-leben-und-werken-als-graphic-novel/?tab=comments#comment-338761

    So, damit auch die Vernetzung in die andere Richtung funktioniert.Ansonsten bringt die Vernetzung im Filmvorführerforum ja nicht so viel.

    Liken

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