Erlösung – Flaschenpost von P

Originaltitel: Flaskepost fra P
Land: Dänemark/Deutschland/Schweden/Norwegen 2016
Laufzeit: 112 Minuten
Regie: Hans Petter Moland
Mit: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Pål Sverre Hagen, Johanne Louise Schmidt, Jakob Ulrik Lohmann, Amanda Collin, Jakob Oftebro
Veröffentlichung: 24.11.2016

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© NFP Marketing

Nach Erbarmen und Schändung ist Erlösung bereits die dritte Verfilmung eines Romans von Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen. Auch diesmal stehen die Mitglieder von Sonderdezernat Q im Mittelpunkt der Handlung, auch diesmal handelt es sich um ein besonders perfides und abscheuliches Verbrechen, das weit in die Vergangenheit zurück reicht.

Auslöser dieses Falles ist eine alte Flaschenpost, die auf dem Schreibtisch von Carl Morck (Nicolaj Lie Kaas) und seinem syrischen Assistenten Assad (Fares Fares) landet. Die offensichtlich mit menschlichem Blut geschriebene Botschaft ist ein Hilfeschrei von zwei Jungen, die vor vielen Jahren spurlos verschwunden sind, aber von niemandem als vermisst gemeldet wurden. Während die Ermittler versuchen, Licht in die Sache zu bringen, werden erneut zwei Kinder entführt, deren Eltern einer strengen religiösen Sekte angehören. Nachdem die beiden Polizisten in Erfahrung gebracht haben, dass die Eltern erpresst werden, setzen sie alles daran, die Kinder zu retten und den Täter dingfest zu machen.

Entsprachen schon die beiden Vorgängerfilme in ihrer Düsternis und pessimistischer Weltsicht geradezu mustergültig typisch skandinavischen Krimis, setzt Erlösung sogar noch einen drauf; noch nie wirkte Kommissar Morck derart ausgebrannt, noch nie sahen die Schauplätze mit ihren verwaschenen Farben derart trostlos aus, noch nie war das Verbrechen derart verabscheuungswürdig, geht es doch hier um Morde an absolut unschuldigen Kindern. Da der Regisseur zudem das Tempo und die Spannungsschraube im Vergleich zu den Vorgängerfilmen noch etwas fester anzieht, kommt man als Fan abgrundtiefer Kriminalfälle absolut auf seine Kosten.

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© Henrik Ohsten

Allerdings sollte man auch bereit sein, sich auf die, wie bei Jussi-Adler fast immer, doch arg abstruse und konstruierte Handlung ebenso einzulassen wie auch die Tatsache zu akzeptieren, dass der Täter bereits sehr früh feststeht, auch wenn sein Motiv erst ziemlich spät klar wird. Da Carl Morck sich am Ende des Films wieder auf dem Wege der Besserung zu befinden scheint, steht weiteren Fortsetzungen nichts im Wege.

Technische Daten:

Bonusmaterial: Interviews mit Regisseur Hans Petter Moland und den Darstellern Nikolaj Lie Kaas und Pål Sverre Hagen, Kinotrailer & Teaser
Ton: DVD: Dolby Digital 5.1 / BD: DTS HD Master 5.1
Sprachen: Deutsch, Dänisch (Originalfassung), Deutsch für Sehgeschädigte
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bild: DVD: 16:9 (1:2,39) / BD: 16:9 (1:2,39) – HD 1080p
Länge: DVD: 108 Min / BD: 112 Min

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