Necromancer – Stay Metal!

Land: Dänemark 2018  Regie: Sohail A. Hassan  Mit: Jakob Hasselstrøm, Razi Irawani, Sidse Kinnerup, Maria Fritsche  : 15.1.2021  Label: Meteor  FSK: 16 – Ein Beitrag von Julian Dax:

© Meteor Film

Sie wollten die Mädels beeindrucken,
jetzt ist die ganze Stadt gefickt!

Wer kann schon solch einer Ansage widerstehen, zu finden auf der Hülle von Necromancer, einem dänischen Film, der vom Vertrieb als „Horror/Comedy“ bezeichnet wird. Leider stimmt an diesen Angaben praktisch gar nichts, und als Zuschauer fühlt man sich am Ende als Opfer absoluter Fehlinformationen.

Hauptfigur Jimmy ist ein linkischer Teenager, mit dem in der Schule niemand etwas zu tun haben möchte, denn er gilt als Satanist, hört mit Vorliebe Death Metal und verbringt viel Zeit auf dem Friedhof, wo er versucht, Kontakt mit seiner früh verstorbenen Mutter aufzunehmen. (Lachen Sie schon?) Dem neuen Mitschüler Amir gelingt es, Jimmy davon zu überzeugen, sein Beschwörungsritual als Partytrick vorzuführen, um so an die angesagtesten Mädchen in der Klasse zu kommen. Jimmy willigt widerstrebend ein, doch bei der Zeremonie geht etwas schief und er scheucht  tatsächlich einen längst verstorbenen bösartigen Hexenmeister auf…

Miese Darsteller, miese Dialoge, miese Handlung, miese Musik, miese Effekte – all das wird auf der Hülle wie folgt bezeichnet: „Die okkulte Horrorkomödie Necromancer steckt voller skurriler Einfälle, schräger Typen und liebevoll handgemachter Effekte und leugnet nie ihre besondere Nähe zum nostalgischen Horror der 80er Jahre, wenn sie sich munter durch die unvergesslichen Kultfilme des Schulterpolster-Jahrzehnts zitiert. Unbedingtes Pflichtprogramm für Fans von Re-Animator, Return Of The Living Dead und Stranger Things – und dabei doch ein ganz eigenes Hohelied auf Freundschaft, Blut und Heavy Metal!“

Es soll ja immer noch Menschen geben, die solchen Texten auf DVD-Hüllen grundsätzlich glauben und Rezensionen ebenso grundsätzlich misstrauen. Sage niemand, er sei nicht gewarnt worden vor diesem ebenso unkomischen wie ungruseligen, dafür aber langweiligen, dilletantisch gemachten und am Ende unerträglich kitschigen Machwerk.

P.S. Und warten sie bitte nicht auf die auf der Hülle abgebildete Kettensäge – im gesamten Film ist weit und breit keine zu sehen!

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