Hardcore

Originaltitel: Hardcore Henry / Хардкор
Land:
USA/Russland 2016
Laufzeit: 90 min
Regie: Ilya Naishuller
Darsteller/innen: Haley Bennett, Sharlto Copley, Danila Kozlovsky, Tim Roth
Kinostart: 14.4.2016

© CAPELIGHT PICTURES/WILDBUNCH GERMANY

© Capelight Pictures/Wildbunch Germany

Als Henry erwacht, ist alles anders: Er befindet sich in einem HighTech-OP-Saal und bekommt statt seiner zerschmetterten Gliedmaße kybernetischen Ersatz implantiert. Doch bevor auch sein zerstörtes Sprachzentrum wieder aktiviert werden kann, stürmen Söldner die Einrichtung und Henry ist fortan als stummer Kampf-Cyborg im futuristischen Moskau unterwegs, um seine Identität und seine entführte Frau zu finden…

Am Anfang stand ein 5-minütiges Video mit dem Namen Bad Motherfucker.
Der russische Filmemacher und Punkmusiker Ilya Naishuller erzählt darin die kompromisslose Geschichte rein aus dem Blickwinkel der Hauptfigur:

Weil der Film mehr als 120.000 Millionen Mal abgerufen wurde, ermöglichte es der Produzent und Regisseur Timur Bekmambetov (Wächter der Nacht/des Tages, Wanted, Darkest Hour, Abraham Lincoln Vampirjäger) seinem jungen Kollegen, eine Langversion zu drehen.

Henry sollte seine Batterien laden       © Capelight Pictures/Wildbunch Germany

Die lief zuerst auf dem Filmfestival in Toronto 2015 und wurde sogleich mit dem Midnight Madness Award ausgezeichnet.
Nun kommt der Streifen unter dem Titel Hardcore in die deutschen Kinos und wer schonmal einen Ego-Shooter auf PC oder Konsole gezockt hat, wird sich darin mehr als wohlfühlen!

© Capelight Pictures/Wildbunch Germany

Der Regisseur mit einer der GoPro-Kameras
© Capelight Pictures/Wildbunch Germany

Denn die [Achtung Untertreibung!] völlig durchgeknallte Geschichte ist innovativ, voller ebenso kranker wie kreativer Einfälle und zelebriert eine beispiellose Gewaltorgie, gegen die Peckinpah-Filme wie ein Kindergeburtstag aussehen…

© Capelight Pictures/Wildbunch Germany

Komplizierte Technik für die Ego-Perspektive
© Capelight Pictures/Wildbunch Germany

Henry jagt atemlos durch die Handlung, springt, stürzt und klettert wie ein scheinbar schwereloses Stehaufmännchen über alle Hindernisse und ohne Rücksicht auf altmodische Dinge wie Schwerkraft oder Physik allgemein. Und nimmt es dabei mit Dutzenden schwerbewaffneter Scheißkerle auf, die ebenso genüsslich wie bestialisch abgeschlachtet werden!

Der Streifen ist ultraschnell, laut, brutal, voller Humor und provokant bis zum Abwinken.
Sowie voller Zitate (Ich bin dein Vater…), die es – wie die Melodie aus dem Western Die Glorreichen Sieben – zu entdecken gilt.
Das alles macht einen Riesenspaß, wenn man gewillt ist, in diesen verfilmten Ego-Shooter einzusteigen. Die wüste Musik treibt die adrenalinhaltige Handlung nochmals voran.

Zartbesaitete Naturen sollten Hardcore natürlich ebenso meiden wie Menschen, denen bei dieser hyperaktiven Ego-Perspektive kotzübel wird. Alle anderen werden ihren Spaß bei dieser blutigen Achterbahnfahrt diesem mehr als ungewöhnlichen filmischen Experiment haben…

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Eine Antwort zu Hardcore

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