The Beast

Land: Korea 2019  RegieLee Jeong-ho  Mit: Lee Sung-min, You Chea-myung, Jeon Hye-jin, Daniel Choi  LabelConstantin Home Entertainment  VÖ: 5.3.2020  FSK: 16 – Ein Beitrag von Julian Dax:

© Constantin

Filmfreunde wussten es bereits vor dem diesjährigen Oscar-Triumph Parasite: aus Südkorea kommen schon seit Jahren immer wieder bemerkenswerte Streifen, und das auch noch aus allen möglichen Genres. Sei es eine Zombie-Apocalypse wie Train To Busan, eine Erotik-Romanze wie Die Taschendiebin, ein spektakuläres Historiendrama wie Rampant oder ein früherer Film des diesjährigen Oscar-Gewinners Bong Joon-Ho, die aberwitzige Mischung aus Horrorfilm und Sozialsatire The Host. In diese illustre Gesellschaft würde nun auch der Thriller The Beast von Lee Jung-Ho gehören.

Der brutale Mord an einem 17-jährigen Mädchen erschüttert Südkorea so sehr, dass gleich zwei Polizeieinheiten darauf angesetzt werden. Dummerweise betrachten sich die beiden Leiter als Rivalen – ein Umstand, der noch zusätzlich dadurch verschärft wird, dass demjenigen, der den Täter fasst, eine Beförderung in Aussicht gestellt wird. Auch charakterlich haben die beiden Polizisten im Grunde genommen nichts gemeinsam; während Han Min-Tae stets darauf bedacht ist, streng nach Recht und Gesetz zu agieren, nimmt es Jeong Han-Soo damit nicht so genau und hat etliche Verbindungen zur Unterwelt, die er sorgfältig verbirgt. Überraschend schnell gelingt ihnen zwar die Festnahme eines Verdächtigen, doch damit fangen die Schwierigkeiten erst richtig an…

Ach, waren das noch Zeiten, als Spielfilme in der Regel 90 bis 100 Minuten dauerten und trotzdem eine komplette Geschichte erzählten! Heutzutage gelangen dagegen kaum noch Filme unter zwei Stunden auf die Leinwand, und auch The Beast braucht 131 Minuten, um seine Geschichte zu erzählen, eine Geschichte, die vom Zuschauer sehr viel Geduld und Sitzfleisch erfordert. Offensichtlich war es dem Regisseur nicht genug, das (zugegeben!) schon häufig behandelte Thema „Recht und Gerechtigkeit“ abzuhandeln bzw. den Unterschied zwischen einem korrekten und einem korrupten Polizisten darzustellen, denn er stopft seinen Film mit ständig neuen Handlungssträngen voll und verliert so den eigentlichen Plot aus den Augen. Und genauso ergeht es auch den Zuschauern, die es nicht interessiert, wie viele verschiedene Mafia-Clans noch ins Spiel kommen, sondern sich darauf konzentrieren möchten, wer denn nun für die grausamen Verbrechen verantwortlich ist, die von den beiden Ermittlern aufgeklärt werden sollen. So wirkt das Ganze zunehmend überladen und beim Zuschauer breitet sich Langeweile aus.

Fazit? Nicht alles, was aus Südkorea kommt, muss man gesehen haben, trotz des momentan herrschenden Hypes.


DVD:
Bildformat: 2.39:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0, Koreanisch Dolby Digital 5.1,Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte
Länge: ca. 126 Min.

Blu-ray:
Bildformat: 2.39:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch DTS-HD 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0, Koreanisch DTS-HD 5.1,Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte
Länge: ca. 131 Min.

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