Traumafabrik – Hollywood im Film

Autor: Robert Lorenz  Verlag: Books on Demand, Mai 2021  Umfang: Hardcover, 521 Seiten, Lesebändchen  ISBN: 978-3-7534-5311-1  Preis: 29.90 Euro

Es kommt äußerst selten vor, dass ich Filmbücher von hinten nach vorne lese.
Beim vorliegenden Band mit dem provokanten Titel Traumafabrik bin ich jedoch so vorgegangen, um mich quasi von der Gegenwart bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts durchzuarbeiten…

Aber der Reihe nach: Der Autor Robert Lorenz (* 1983) ist Politikwissenschaftler und betreibt den sehr lesenswerten Blog Filmkuratorium ǀ Gute Filme, über dessen ausgefuchste Filterfunktion man sich beispielsweise Filme nach Orten, Epochen, Atmosphären (!) oder auch Schlagworten rauspicken kann…

Im Jahr 2017 veröffentlichte Lorenz sein Filmbuch HEARTLAND – Der US-amerikanische Südwesten im Film, in dem er insgesamt 30 Filme vorstellt, die für ihn quasi die Quintessenz des „American Way of Life“ darstellen.

Es folgte 2019 der Sammelband Shortcuts, ein Kompendium von 755 kurzen Filmempfehlungen des Autors, die er seiner o.g. Webseite entnommen hat.

Unlängst ist das jüngste Buch von Robert Lorenz erschienen. Wie man dem Titel Traumafabrik – Hollywood im Film entnehmen kann, hat sich der Autor nun die Filmfabrik selber vorgenommen.
Bereits im Vorwort Vorspann berichtet er über die Geschichte der kalifornischen Filmindustrie und verklickert dem Leser (m/w/d) den Unterschied zwischen

  • Hollywood-Filmen = Filme über Hollywood
  • Hollywoodfilmen = Filme aus Hollywood

Lorenz stellt sodann die Streifen der ersten Kategorie in Gestalt von 23 Spielfilmen vor, welche sich allesamt mit dem Thema „Hollywood“ befassen: Wir starten bei What Price Hollywood (1932) und enden bei The Artist (2011). Die einzelnen Artikel haben einen Umfang zwischen 8 und 45 Seiten und bieten neben einer Inhaltsbeschreibung eine ausführliche Analyse.

Und schon sind wir bei meiner eingangs geäußerten Bemerkung, den Inhalt dieses Buches bevorzugt in umgekehrter Reihenfolge zu lesen: Denn die neueren Filme sind mir natürlich allesamt geläufig, während ich mich ab etwa den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts überwiegend unbekannten Titeln nähere…

Wer sich nun fragt, nach welchen Kriterium Robert Lorenz seine ausführlich besprochenen 23 Langfilme auswählte, wird am Ende des Vorworts aufgeklärt:

Die hier versammelten Texte konzentrieren sich daher auf Filme, die erstens ein breites Spektrum an Perspektiven auf Hollywood eröffnen und in denen sich zweitens oft auch die Zeit ihrer Entstehung widerspiegelt, weshalb sie in vielen Fällen gleich zu mehreren Epochen des Hollywood’schen Filmemachens etwas zu berichten haben. (Seite 20)

Hier geht’s zur Webseite des Buches, hier gibt es eine Leseprobe: PDF

Über Sinn oder Unsinn wilder Genderei mag der Leser (m/w/d) selber entscheiden:

Billy Wilder und sein Co-Autor Charles Brackett – zwei der bedeutendsten Drehbuchautorin:innen der Filmgeschichte – haben Sunset Blvd. … (Seite 419)


Weitere Filmbücher von Robert Lorenz finden Sie in unserer Filmbibliothek:

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