Adiós – Die Clans von Sevilla

Land: Spanien 2019  Regie: Paco Cabezas  Laufzeit: 128 Min.  Mit: Mario Casas, Natalia de Molina, Ruth Díaz, Carlos Bardem  Label: MFA+  : 5.11.2020  FSK: 16 – Ein Beitrag unseres Clanchefs Julian Dax:

© MFA+

„In den Straßen von Sevilla herrscht Krieg!
Mafia-Clans kämpfen um die Vorherrschaft im organisierten Verbrechen der Stadt.
Knallharter Neo Noir-Thriller, der im wahrsten Sinne des Wortes keine Gefangenen macht!“

Soweit die Information in der Pressemitteilung zur Veröffentlichung des spanischen Films Adiós – Die Clans von Sevilla, der im Original einfach nur Adiós heißt und somit dem eigentlichen Geschehen, das im Grunde eine Familientragödie schildert, wesentlich näher kommt.

Juan Santos, Mitglied eines einflussreichen Clans, darf als Straftäter das Gefängnis anlässlich der Kommunion seiner kleinen Tochter verlassen. Doch bei der Heimfahrt von der Zeremonie wird das Auto der Familie von einem anderen Fahrzeug gerammt; während die Eltern unverletzt bleiben, stirbt das Mädchen. Als Juan in Erfahrung bringt, dass der Unfall die Folge eines Bandenkrieges war, in den auch korrupte Polizisten verwickelt sind, schwört er Rache. Unerwartete Unterstützung erhält er lediglich von einer jungen Polizistin, die ihn einesteils von seinem Rachefeldzug abbringen möchte, andererseits aber auch ihre korrupten Kollegen zur Strecke bringen will.

Auch wenn die Handlung absolut nichts Neues bietet, kann man Adiós ein gewisses Gespür für Atmosphäre nicht absprechen; es ist kein touristischer Blick auf Sevilla, der hier geboten wird, sondern die Kamera begibt sich ausschließlich in Gegenden, die nicht unbedingt im Reiseführer stehen und in denen der Einsatz der Polizei auf heftige Gegenwehr der Bewohner stößt. Da jedoch die meisten Szenen des Films bei Nacht spielen und von einer Handkamera gefilmt werden, ist es ziemlich anstrengend, dem Geschehen zu folgen, denn oft nicht ganz klar, wer da gerade gegen wen in Aktion tritt.

Zieht man dazu noch in Betracht, dass die Charaktere weitgehend den gängigen Klischees entsprechen, die man aus solchen Filmen kennt und kaum so etwas wie Eigenständigkeit entwickeln, bleibt man als Zuschauer weitgehend unberührt von dem, was sich auf dem Bildschirm abspielt.

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