Balthazar – Staffel 1

Regie: Mona Achache, Franck Brett, Camille Delamarre, Vincent Jamin  Mit: Tomer Sisley, Hélène de Fougerolles  Spielzeit: 6 x 55 min.  Label: edel:motion  FSK: 16  : 13.11.2020 – Ein Beitrag von Julian Dax:

edel:motion

Es geschieht nicht allzu häufig, dass man als Rezensent im Falle der ersten Staffel einer Serie nach dem Abspann zur letzten Episode bedauert, dass es nur so wenige waren, denn man würde gerne weiter gucken.

So jedenfalls ging es dem Autor dieser Zeilen nach der sechsten und letzten Folge von Balthazar, einer neuen französischen Serie um einen Gerichtsmediziner und eine taffe Kommissarin.

Auf den ersten Blick führt der Gerichtsmediziner Raphael Balthazar (Tomer Sisley) ein erfülltes Leben: Er sieht blendend aus, hat eine reizende Frau, bewohnt ein schickes Apartment in Paris, fährt ein originelles Sportauto und ist vor allem äußerst erfolgreich und hoch angesehen in seinem Beruf. Doch sehr schnell erfährt dieses scheinbare Glück Risse, denn es wird sehr schnell klar, dass seine Frau bereits vor vielen Jahren Opfer eines psychopathischen Mörders wurde, Balthazar jedoch nicht loslassen kann und mit seiner Frau zu Hause kommuniziert, als wäre sie noch am Leben. Doch auch bezüglich der Mordopfer, die auf seinem Seziertisch landen, irritiert sein Verhalten etwas, denn auch mit Ihnen unterhält er sich, wobei sie für ihn ebenfalls so in Erscheinung treten, wie sie vor ihrem gewaltsamen Ende ausgesehen hatten.

Doch da er beruflich stets absolute Spitzenleistungen liefert, übersehen sowohl seine Vorgesetzten als auch die beiden Mitarbeiter in der Pathologie seine oftmals überhebliche und nicht gerade soziale Art der Kommunikation. Und auch die neue Kommissarin, Capitaine Helène Bach (Hélène de Fougerolles) gewöhnt sich schnell an Balthazars unkonventionelle Umgangsformen und lernt ihn als höchst kompetenten Kollegen kennen. Die Serie ist so aufgebaut, dass sie in jeder Episode mit einem neuen, meist komplexen und verstörenden Fall konfrontiert werden, wobei Balthazar bereits in der ersten Folge gewisse Parallelen zum Mord an seiner Frau entdeckt und Zweifel bekommt, ob man seinerzeit tatsächlich den wahren Schuldigen ins Gefängnis gesteckt hat. Und so läuft dieser Handlungsstrang durch beinahe alle Episoden mit, ebenso wie man auch mit Bachs Privatleben bekannt gemacht wird, das ebenfalls alles andere als idyllisch verläuft.

Die Chemie stimmt! Das hört und liest man immer wieder, wenn es um Filmpartner geht, doch in diesem Fall stimmt dieser Satz unbedingt, denn wie sich die beiden äußerst attraktiven Protagonisten gegenseitig die Bälle zuspielen, mit welcher Leichtigkeit die abgründigen Fälle immer wieder aufgefangen werden, ohne dass das Ganze in Klamauk ausartet, macht einfach Spaß und bildet einen angenehmen Kontrast zu den in der Regel ausschließlich düsteren skandinavischen Serien. Und da sich am Ende der letzten Episode abzeichnet, dass Bachs Eheprobleme doch ernster sind als vermutet, braucht man nicht besonders viel Phantasie, um sich vorstellen zu können, dass sich die Beiden in der zweiten Staffel noch viel näher kommen…

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