Das große Buch des kleinen Horrors

Titel: Das große Buch des kleinen Horrors – Eine Filmenzyklopädie  Autor: Peter Vogl
Verlag: Mühlbeyer Filmbuchverlag, Oktober 2018  Umfang: 453 Seiten, Hardcover, 17.4 x 22.4 cm  ISBN: 978-3945378496  Preis: 27 Euro, E-Buch: 19.99 Euro

© Mühlbeyer

Jeder kennt sie: Kleine Plagegeister, die den Menschen bis aufs Blut nerven und die man am liebsten an die nächste Wand klatschen möchte. Die Rede ist weder von den eigenen Nichten und Neffen noch von den Nachbarskindern, sondern von Gremlins, Critters, Killerpuppen und den anderen kleinen widerwärtigen Kreaturen aus unzähligen Horrorfilmen.

Der Autor Peter Vogl (* 1984) hat sich der Aliens, Elfen, Kobolde, Mörderpuppen und anderen Killerspielsachen angenommen und ein ausführliches Buch über sie geschrieben, welches im ziemlich unbekannten Mühlbeyer Filmbuchverlag erschienen ist.

Blättern wir den Band mal durch: Nach einem ausführlichen Vorwort, in dem Vogl auch darüber aufklärt, wer es warum nicht (!) in sein Werk geschafft hat, beginnt der lexikalische Teil des Buches: Exakt 181 Filme finden wir nach Originaltiteln (!) sortiert.

Zu jedem Film finden wir:

  • Originaltitel, Land, Jahr
  • Deutsche/r Titel
  • Regie, Drehbuch, Darsteller
  • Laufzeit in Minuten
  • Eine Inhaltsbeschreibung
  • Hintergrundinfos zum Film
  • Infos zur Qualität, es werden 1 (Katastrophe) bis 5 (Vorzeigewerk) Sterne vergeben
  • Besonderheiten wie Creative Killing, Nervige Skeptiker und einen Kill Count

Wer nach deutschen Filmen sucht, wird nur zweimal fündig: Kondom des Grauens (1996) und Der Nachtmahr (2016)

Der Anhang bietet eine zeitliche Übersicht: Der älteste Streifen The Devil-Doll stammt aus dem Jahr 1936, der jüngste Film The Revenge of Robert wurde 2018 auf die Menschheit losgelassen.

Das Lexikon des Internationalen Films, dessen Kritiken sich manchmal so lesen, als hätte sie ein erzbürgerlich-konservativer Grundschullehrer mit Wollpulli geschrieben, der sich eigentlich viel lieber zum fünften Mal Schindlers Liste oder Der Club der toten Dichter ansehen oder noch lieber Goethe und Schiller interpretieren würde, schreibt über CRITTERS…     Seite 98

Man merkt den Texten in jeder Zeile an, dass sich der Autor in einem Terrain bewegt, das er gut kennt. Denn derartige Horrorstreifen sind meistens B-, C- oder noch billigere Filmchen. Peter Vogl setzt im ganzen Buch auf geballtes Wissen des Genres, Sarkasmus und ganz viel Humor. Für alle Fans des schlechten Geschmacks das Standardwerk.


Eine Liste aller Filme und Leseprobe finden Sie beim Verlag: PDF.

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