The Pool

Land: Thailand 2019  Regie: Ping Lumpraploeng  Dauer: 93 min.  MitTheeradej Wongpuapan, Ratnamon Ratchiratham  Label: Busch Media  : 17.1.2020  FSK: 16 – Ein Beitrag von Julian Dax:

© Busch-Media

Während die meisten Hollywood-Blockbuster nach wie vor auf die drei Ls setzen – länger, lärmiger, lächerlicher – gibt es erfreulicherweise auch noch Regisseure, die stattdessen auf clevere Ideen und eine ebensolche Umsetzung Wert legen.
Einer davon heißt Ping Lumpraploeng, kommt aus Thailand und beweist mit The Pool, dass man mit ganzen vier Protagonisten (Mann, Frau, Hund und ähh… Krokodil), einem einzigen Schauplatz und der schlanken Laufzeit von 93 Minuten dem Publikum einen ebenso spannenden wie unterhaltsamen Film bieten kann.

Day (Theeradej Wongpuapan) arbeitet als Beleuchter und Mädchen für alles bei einem Filmdreh, bei dem auch sein Hund mitwirkt. Nachdem die letzte Einstellung im Kasten ist und die ganze Crew sich verabschiedet hat, erholt er sich noch auf einer Luftmatratze im Pool, während sein Hund am Rand angekettet liegt. Day schläft ein und merkt leider viel zu spät, dass das inzwischen ablaufende Wasser eine Tiefe erreicht hat, die es ihm unmöglich macht, ohne fremde Hilfe aus dem sechs Meter tiefen riesigen Becken wieder rauszukommen. Da mittlerweile auch niemand mehr da ist und das Gelände für die nächste Zeit geschlossen bleibt, ist Day auf sich allein gestellt. Und seine Lage wird nicht unbedingt dadurch erleichtert, dass er sich auch noch um seine ohnmächtige schwangere Freundin Koi (Ratnamon Ratchiratam) kümmern muss und dazu ein übellauniges Krokodil abwehren, das ebenfalls unfreiwillig im Pool auftaucht…

Wahrscheinlich werden sich jetzt etliche kopfschüttelnd abwenden und etwas von „Quatsch mit Soße“ oder „absurder Müll“ murmeln – und so ganz Unrecht hätten sie noch nicht einmal. Einesteils. Andererseits bietet The Pool seinen Zuschauern, zumindest solchen, die so etwas mögen, maximale Unterhaltung bei minimalem Aufwand. Erstaunlich dabei ist allerdings die geradezu sadistische Freude, mit welcher der Regisseur seinen Protagonisten Day von einer schlimmen in eine weitere, noch schlimmere, Situation versetzt. Jedesmal, wenn man ihm als Zuschauer die Daumen drückt, sein jeweiliger Rettungsplan möge endlich funktionieren, findet sich Day erneut in einer aussichtslosen Situation wieder, noch zerschundener und kaputter als vorher.

Ohne zuviel zu verraten – am Ende des Filmes haben es nicht alle geschafft zu überleben, und vor allem der tierliebe Zuschauer muss einen gehörigen Schock verkraften, doch dennoch gewinnt man den Eindruck, man sei bestens unterhalten worden, ganz ohne Autoverfolgungsjagden, Schießereien, Schlägereien und stumpfsinnigen „Scherzen“.

P.S. Übrigens seien sensible Zeitgenossen ausdrücklich auf die Information während des Vorspanns hingewiesen: „Bei den Dreharbeiten zu diesem Film kamen keine Tiere zu Schaden.“


Technik:

Sprache / Ton: Deutsch, Thailändisch, DTS-HD 5.1
Bildformat: 16:9
Untertitel: Deutsch

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Eine Antwort zu The Pool

  1. steffelowski schreibt:

    Open Water…..nur nicht ganz so viel Water 🤓

    Gefällt 1 Person

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