Weihnachten in Grantchester

Regie: Div.  Mit: James Norton, Robson Green  Label: edel:motion  FSK: 16  : 8.11.2019 – Ein Beitrag von Julian Dax:

© edel:motion

 

In Großbritannien ist es mittlerweile üblich, populären Serien ein sog. „Christmas Special“ zu spendieren, in der Regel eine für sich allein stehende Episode, die etwas länger ist als die einzelnen Folgen.
Und wer die bei uns bisher erschienenen zwei Staffeln von Grantchester gesehen hat, wird natürlich auch Weihnachten in Grantchester anschauen wollen, zumal der Film da anknüpft, wo die zweite Staffel geendet hat.

Man schreibt das Jahr 1954, und Weihnachten steht vor der Tür. Für Pfarrer Sidney Chambers (James Norton) ist es eine besonders arbeitsintensive Zeit, doch das kommt ihm gerade recht, muss er doch nicht ständig an die mehr als komplizierte Situation mit seiner großen Liebe Amanda denken. Hochschwanger hat sie ihren Ehemann verlassen und lebt bei ihrer Tante, wo sie regelmäßig von Sidney besucht wird. Doch obwohl sie einander eindeutig lieben, gibt es für sie zunächst einmal kein gemeinsames Leben.

Doch auch in der Weihnachtszeit geschehen Verbrechen im idyllischen Grantchester, bei denen Sidney nach wie vor seinem Freund von der Polizei, Geordie Keating (Robson Green), zur Seite steht. Diesmal geht es um eine Braut mit dubiosem Hintergrund, die kurz vor der Trauung von ihrem Bräutigam versetzt wird. Und kurze Zeit darauf wird besagter Bräutigam tot aufgefunden – mit den zwei Eheringen im Mund. Das wiederum alarmiert besonders Geordie, denn vor Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall, der niemals aufgeklärt wurde…

Weihnachten in Grantchester richtet sich eindeutig an Zuschauer, die mit den Ereignissen der ersten beiden Staffeln vertraut sind; für jemanden, der die Figuren nicht kennt, dürfte es schwierig werden, sämtliche wichtigen Bezüge und Zusammenhänge zu erkennen. Und wie bereits in den vorangegangenen Episoden bietet auch die Spezialfolge die gewohnte und geschätzte Mischung aus Sozialdrama und Skurrilität – typisch britisch eben. Besonders witzig sind diesmal die Versuche des (natürlich heimlich!) schwulen Hilfspfarrers geraten, der Gemeinde ein modernes Krippenspiel zu präsentieren, ganz im Sinne von Bertolt Brechts sog. „epischem Theater“.

Und auch wenn der Kriminalfall am Ende gelöst wird, ist die Geschichte bei weitem noch nicht auserzählt, und man darf gespannt sein, wie sich vor allem das Verhältnis zwischen Sidney und Amanda entwickelt, jetzt, wo sie Mutter geworden ist.


Laufzeit: ca. 65 Min. Sprache: Deutsch, Englisch Bildformat: PAL 16:9 Tonformat: Dolby Digital 5.1

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