Grantchester – Staffel 2

Regie: Div.  Mit: James Norton, Robson Green, Morven Christie, Tessa Peake-Jones Label: edel:motion  FSK: 16  : 20.9.2019 – Ein Beitrag von Julian Dax:

© edel:motion

 

Während man bei immer mehr Serien bereits nach der ersten Staffel keine eigentliche Lust hat, auch die nachfolgenden zu gucken, gibt es zum Glück immer noch welche, bei denen man sich auf jede angekündigte Fortsetzung freut.

Das gilt zum Glück auch für die britische Serie Grantchester, deren zweite Staffel jetzt in Deutschland vorliegt.

Was an dieser Stelle bereits über die erste Staffel zu lesen war, gilt uneingeschränkt auch für die zweite; immer noch stehen der junge, kriminalistisch begabte Pfarrer Sidney Chambers (James Norton) sowie sein Freund bei der Polizei Geordie Keating (Robson Green) im Mittelpunkt der wiederum sechs einzelnen Folgen, die in den 50er Jahren im idyllischen Örtchen Grantchester bei Oxford spielen. Es beginnt mit dem Mord an einer schwangeren 15jährigen – übrigens der einzige Fall, der bis zum Ende der Staffel durchläuft – setzt sich fort mit einer Spionagegeschichte und behandelt u.a. einen äußerst traurigen Fall von häuslicher Gewalt, unter der wieder einmal die Kinder besonders zu leiden haben.

Durchzogen sind diese Kriminalfälle zusehends mit den privaten Problemen des Pfarrers, dessen Bindungsunfähigkeit und Alkoholismus bedenkliche Ausmaße annehmen. Dabei fällt auf, dass sowohl die Verbrechen als auch das Privatleben diesmal wesentlich dunkler gefärbt sind als noch zu Beginn, wo es doch noch die eine oder andere Auflockerung gab. Auch wenn die zweite Staffel noch friedlich anfängt, und dem sicherlich begeisterten Publikum beide Hauptdarsteller in Badehosen präsentiert, fehlt im weiteren Verlauf diese Leichtigkeit, und die Hinrichtungsszene eines Unschuldigen geht einem richtig an die Nieren.

Doch auch die Freundschaft der beiden so unterschiedlichen Männer wird gleich mehrmals auf eine harte Probe gestellt, was das dramatische Potenzial der Serie natürlich erheblich verstärkt.

Hervorzuheben sind auch diesmal – neben den durchweg tollen Darstellern – Kostüme, Dekors und Ambiente; man hat den Eindruck, Grantchester spiele nicht nur im Jahre 1954, sondern sei auch zu der Zeit entstanden. Und wenn am Ende eine Figur erscheint, die der Handlung eine unerwartete Wendung verleiht, ist man wirklich gespannt, wie es mit dem mehr als chaotischen Liebesleben von Sidney Chambers weitergeht.


Technische Daten:

4 Staffeln à 6 x 45min
Sprache: Deutsch, Englisch
Bonus: Making-of, Hinter den Kulissen, Interviews with Cast and Crew

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