All the Devil’s Men

Land: GB 2018  Regie: Matthew Hope  Mit: Milo Gibson, William Fichtner, Gbenga Akinnagbe, Sylvia Hoeks u.a.  Label: Eurovideo  : 27.6.2019  FSK: 18
Ein Beitrag unseres teuflischen Guckers Julian Dax:

© EUROVIDEO

 

Irgendwann in den 50ern hatte ein amerikanischer Filmkritiker eine geradezu geniale Idee; nachdem er sich wieder einmal über einen zu besprechenden Film maßlos geärgert hatte, der den schönen Titel It Came From Hell trug, bestand seine komplette Rezension lediglich aus dem Zusatz … And To Hell It Shall Go.

Nach dem Anschauen von All The Devil´s Men ist man in Anlehnung daran tatsächlich versucht zu schreiben …Should Have Stayed In Hell.

Jackie Collins (Milo Gibson) ist eine Art Kopfgeldjäger, der im Auftrag der mehr als zwielichtigen CIA-Mitarbeiterin Leigh (Sylvia Hoeks) Auftragsmorde begeht und dessen Wege sich immer wieder kreuzen mit ehemaligen Soldaten einer Sondereinheit in Afghanistan. Sie alle eint ein massives Kriegstrauma, das ein halbwegs normales Leben unmögllich macht. Sein neuester Auftrag führt ihn nach London, wo er einen Verräter erledigen soll, der von den Russen einen Sprengkopf kauft. Was folgt, ist eine Aneinanderreihung von undurchsichtigen Plänen, Verräter auf allen Seiten, Schießereien, Schlägereien, Messerstechereien und vielen, vielen Toten. Doch relativ früh schon hat man entweder den Überblick verloren oder aber ist es einem herzlich gleichgültig, wer wen warum hintergeht bzw. umbringt, denn sämtliche Protagonisten sind einem gleichermaßen unsympathisch.

Wird wenigstens ein Minimum an Talent erkennbar, kann ein bekannter Name durchaus von Nutzen für die eigene Karriere sein, wie man z.B. an Michael Douglas oder Kiefer Sutherland sieht; im Falle von Milo Gibson, Sohn von Mel, muss man jedoch leider feststellen, dass er von seinem Vater lediglich die blauen Augen geerbt hat, denn er verfügt neben einem imposanten Vollbart über genau zwei Gesichtsausdrücke: Grimmig und besonders grimmig. Das passt zwar ganz hervorragend zur Handlung, die sich vornehmlich nachts abspielt  und den Schauplätzen, die allesamt furchtbar trostlos erscheinen, doch unterhaltsam ist das nicht gerade. Und der einzige Schauspieler, der diese Berufsbezeichnung auch wirklich verdient (William Fichtner) verabschiedet sich bereits nach gefühlten 5 Minuten wieder aus dem Film.

Während Abonnenten von Soldier Of Fortune, der Zeitschrift für Feuerwaffenfetischisten, ruhig einen Blick riskieren können, bietet All The Devil´s Men, der bei uns als Videopremiere erscheint, Actionfans absolut nichts, was sie nicht bereits wesentlich aufregender gesehen hätten. Wie war das nochmal mit dem sich anbietenden Zusatztitel…?


Technische Daten:

Spielzeit: DVD: ca. 95 Minuten, Blu-ray: ca. 100 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Ton: DVD: Dolby Digital 5.1, Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1
Bild: DVD: 2,40:1 (16:9), Blu-ray: 2,40:1 / HD 1080p/24

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