Dave Made a Maze

Land: USA 2017  Regie: Bill Watterson  Mit: Nick Thune, Meera Rohit Kumbhani, Adam Busch, James Urbaniak  LabelPandastorm  VÖ: 31.5.2019  FSK: 16 – Ein Beitrag unseres Labyrinthspezialisten Julian Dax:

© Pandastorm Entertainment

Bereits kurz nachdem man den Film eingelegt hat, fragt man sich, was die Filmemacher wohl geraucht oder geschluckt haben, als ihnen die Idee zu Dave Made A Maze gekommen ist. Und bis zum Schluss ist man sich als Zuschauer nicht sicher, ob man es hier mit einer ebenso simplen wie genialen Idee zu tun hat oder doch eher mit infantilem Quatsch.

Titelfigur Dave ist ein erfolgloser Künstler, der bisher noch nichts zu Ende geführt hat. Als seine Freundin Annie eines Tages in seiner Wohnung erscheint, stellt sie fest, dass er im Wohnzimmer aus Pappkartons ein Labyrinth gebaut hat, aus dem er nicht mehr heraus findet. Trotz seiner Warnungen begibt sich Annie mit einigen Freunden sowie einem Filmteam ins Innere des Labyrinths, um ihn zu retten. Doch einmal drinnen, müssen sie feststellen, dass es wesentlich größer und unübersichtlicher ist, als es von Außen den Anschein hat. Und zu allem Überfluss enthält es auch noch eine ganze Reihe äußerst fieser Fallen und Bewohner, darunter natürlich auch einen Minotaurus…

„Oh Gott, lasst uns wieder Quatsch machen. Lasst uns verspielt sein, kindlich, uns auf Illusionen einlassen und uns zur Abwechslung einfach vergnügen. Inmitten einer Unterhaltungslandschaft voll düster brodelnder Antihelden, makelloser Astralkörper aus der Comic-Schublade und aufgeblasenem, abgehobenem CGI-Spektakel lasst uns dort ein minderwertiges Puppenspiel auf die Beine stellen, die Stimmen verstellen und uns gegenseitig zum Lachen bringen. Lasst uns spielen!“ Soweit Regisseur Bill Watterson über seinen ersten Film. Und genau das tun er und seine Crew vor und hinter der Kamera; mit laut eigener Aussage über 2800 Qudratmeter Pappe, dazu massenhaft Papier in allen Formen und Farben erschaffen die Filmemacher eine ganz eigene Welt. Allerdings ist diese nicht so harmlos, wie man meinen könnte; Origami-Vögel greifen die Eindringlinge an, und einige kommen sogar zu Tode, weil sie unwissentlich raffinierte Fallen auslösen, die sie aufspießen bzw. köpfen. Auch wenn hier kein Blut fließt, sondern lediglich rote Papierschnipsel durch die Luft wirbeln, kannte die FSK kein Pardon und verpasste Dave Made A Maze eine Altersfreigabe ab 16.

Auch wenn man dem Film eine gewisse Originalität nicht absprechen kann, kommt man nicht um die Feststellung umhin, dass sich das Ganze doch relativ schnell totläuft, auch wenn sich die Verantwortlichen große Mühe machen, mit immer neuen Ideen für Abwechslung zu sorgen, so z.B. indem sie die menschlichen Figuren in einer Sequenz ebenfalls in Pappkameraden verwandeln. Wie pflegte eine Bekannte in solchen Fällen immer zu sagen? „Wer´s mag!“

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