Die Söhne der großen Bärin & Co. – Lexikon der DDR-Indianerfilme

Buchtitel: Die Söhne der großen Bärin & Co. – Lexikon der DDR-Indianerfilme Autor: Stefan Wogawa  Verlag: Thüringer Kommunalverlag, Dezember 2018  Umfang: 216 Seiten, gebunden  ISBN978-3-945068-13-7  Preis: 27.90 Euro

©THK-Verlag

Kürzlich stieß ich auf ein Filmlexikon, welches ein Thema abdeckt, das ich bisher kaum beachtet hatte: Der Indianerfilm war in der DDR ein eigenständiges und sehr beliebtes Genre – auch weil die Geschichten aus der Sicht der Rothäute erzählt wurden.

Ich muss zugeben, dass ich über Filme aus der DDR (1949 – 1990) kaum etwas weiß. Es gibt nur wenige DEFA-Produktionen, die ich gesehen habe, spontan fallen mir da folgende Titel ein: Die Legende von Paul und Paula, Solo Sunny, Die Spur der Steine, Einer trage des Anderen Last, Der Untertan und Coming Out…

Aber zurück zum vorliegenden Buch: Ab den 60er Jahren begann die DEFA, sogenannte Indianerfilme zur produzieren, der Begriff Western wurde nicht benutzt.
Während in Westdeutschland Pierre Brice durch diverse Karl May-Filme bekannt und beliebt wurde, setzte man in Ostdeutschland auf Gojko Mitić. Der gebürtige Serbe war zunächst in vier bundesdeutschen Western aktiv, die im damaligen Jugoslawien gedreht wurden. 1966 hatte er dann seine erste Hauptrolle in der DEFA-Produktion Die Söhne der großen Bärin und war danach für mehr als 10 Jahre in diversen Indianerfilmen zu sehen, was ihm eine hohe Popularität in der DDR bescherte.

Knapp 10 Millionen Zuschauer sahen Die Söhne der großen Bärin gefolgt von Spur des Falken mit über 5 Millionen.

Da sich diese Streifen auch noch in der Gegenwart großer Beliebtheit erfreuen, hat sich der Stefan Wogawa – seines Zeichens Wissenschaftshistoriker, Journalist und Soziologe – an die Fleißarbeit gemacht, alle wissenswerte Informationen dieses Genres in einem Lexikon zu sammeln. Das Ergebnis wurde im Herbst 2018 veröffentlicht, vor mir liegt das im März 2019 neu aufgelegte Lexikon der DDR-Indianerfilme, eine weitere Auflage ist für den April geplant.

Auf über 200 Seiten finden sich nicht nur alle Streifen dieser Gattung, sondern weitere (mehr als 150) Einträge zu artverwandten Themen und Personen. Das Buch ist reich bebildert, zu Filmen oder Zeitschriften sogar ganzseitig. Die Zitate der Darsteller stammen aus den Interviews, die Wogawa über die Jahre führte.

Zu jedem Indianerfilm gibt es technische Informationen, Stab, Darsteller, Inhalt, Ergänzungen sowie Stimmen und Kritiken.


Wer sich intensiver mit DDR-Filmen beschäftigen möchte, hier zwei Empfehlungen aus meiner Bibliothek:

 

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