Audrey Hepburn. Eine Hommage

Buchtitel: Audrey Hepburn. Eine Hommage  Autorin: Daniela Sannwald
Verlag: ebersbach & simon, März 2019  Umfang: 144 Seiten, Halbleinen, 12 x 19 cm
ISBN: 978-3-86915-176-2  Preis: 18 Euro – Ein Beitrag von Julian Dax.

© ebersbach & simon

Nur wenige Schauspielerinnen können für sich beanspruchen, im wahrsten Sinne des Wortes unsterblich zu sein. Ohne jeden Zweifel gehört Audrey Hepburn zu dieser erlesenen Gruppe, was man auch an den zahlreichen Publikationen erkennen kann, die über sie veröffentlicht wurden.

Erst vor Kurzem ist Chapeau! Audrey Hepburns Hüte erschienen, ein äußerst origineller Bildband.

Und nun gibt der Verlag ebersbach & simon Audrey Hepburn – Eine Hommage von der Filmhistorikerin Daniela Sannwald heraus, wobei der Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht etwas zufällig ist; am 4. Mai 2019 wäre die bereits am 20. Januar 1993 Verstorbene 90 Jahre alt geworden.

In ihrem ansprechenden Buch macht sich die Autorin „auf die Suche nach der Frau hinter dem ´kleinen Schwarzen´“ und beschreibt in acht übersichtlichen Kapiteln deren Leben als Privatperson, Schauspielerin, Stilikone und UNICEF-Botschafterin.

„Audrey verkörperte die Essenz der Jugend; und ich wusste, dass sehr bald die ganze Welt verliebt in sie sein würde – wie wir alle bei den Dreharbeiten.“ Soweit der von der Autorin zitierte Regisseur William Wyler, der 1953 mit Roman Holiday (deutscher Titel: Ein Herz und eine Krone) einen Film drehte, der Audrey Hepburn schlagartig berühmt machte und ihr auch gleich einen Oscar einbrachte. Praktisch über Nacht wurde sie zu einem weltweiten Idol, und Millionen von Frauen wollten so ausshen wie sie.

Da konnte Billy Wilder, der sie im Jahr darauf in Sabrina einsetzte, noch so sehr lästern („Dieses Mädchen wird den Busen noch völlig aus der Mode bringen“) – für junge Frauen mit wenig Oberweite wurde sie zur Identifikationsfigur. Weder mussten sie ihre BHs noch länger mit Taschentüchern ausstopfen, noch Stöckelschuhe tragen, um attraktiv zu wirken, denn ihr Idol trug in der Regel flache Schuhe oder gleich barfuß.

Für die Autorin, die vor allem in Kapitel 4, betitelt mit „Ich brauche viele Küsse – Audrey und die Männer“, auch auf deren privates Pech mit ihren diversen Ehepartnern eingeht, ohne jemals in billigen Klatsch und Voyerismus abzugleiten, zählen jedoch neben Hepburns unvergleichlicher Eleganz und ihrem absolut unfehlbaren Stilempfinden sowie ihrer Schauspielkunst vor allem ihre von allen ihr Nahestehenden stets betonte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Autorin geht sogar so weit, Audrey Hepburn als „Königin der Herzen“ zu bezeichnen und verspricht bereits zu Beginn: „Und wer ihrem Charme bislang noch nicht gänzlich verfallen ist, der wird es spätestens nach der Lektüre dieses Buches sein…“

Da bereits während der Lektüre die vielen unvergesslichen Szenen aus Filmen wie My Fair Lady, Denen man nicht vergibt, Infam, Warte, bis es dunkel ist oder Charade vor dem geistigen Auge auftauchen und Lust machen, die kompletten Filme (wieder) zu sehen, muss man der Autorin bescheinigen, dass sie ihre Mission voll und ganz erfüllt hat.

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