Die Brücke – Das Finale (Staffel IV)

Originaltitel: Broen (Dänemark), Bron (Schweden)  Labeledel:motion  VÖ: 7.12.2018  FSK: 16  –  Ein Beitrag unseres TV-Serien-Spezialisten Julian Dax:

edel:motion

Etwas wehmütig wird einem schon ums Herz angesichts des Wortes „Finale“; da hat man nun sechs Jahre lang mit großem Interesse und ebenso großer Spannung die deutsch-dänisch-schwedische Ausnahmeserie um die unter dem Asperger-Syndrom leidende schwedische Ermittlerin Saga Norén und ihrer diverser dänischer Partner (zuletzt: Henrik Sabroe) verfolgt und muss nun wohl Abschied nehmen für immer. Aber wie singt Hildegard Knef so zutreffend? „Wenn es am Schönsten ist, sollte man gehen, Hauptsache, es war schön.“

Auch in der letzten Staffel fahren die Macher noch einmal all das auf, was Die Brücke so einzigartig macht unter all den skandinavischen (und sonstigen!) Krimis; eine grausame Mordserie, eine Vielzahl von Charakteren, die zunächst einmal gar nicht zusammenpassen wollen, zahlreiche Verdächtige und nicht zuletzt zwei Ermittler, die beide ein übergroßes Paket an persönlichen Problemen mit sich herumschleppen müssen.

Am Fuße der nach wie vor äußerst imposanten Öresundbrücke wird die Leiche einer zu Tode gesteinigten Frau gefunden. Es handelt sich um die Generaldirektorin der Migrationsbehörde in Kopenhagen, die erst kürzlich in einen Abschiebeskandal verwickelt war. Erste Tatverdächtige werden vernommen, doch sämtliche Spuren führen zunächst einmal in Sackgassen. Zusätzlich erschwert wird die Co-operation von dänischer und schwedischer Polizei aufgrund der Tatsache, dass Malmös fähigste Ermittlerin, Saga Norén (eine wieder einmal phänomenale Sofia Helin), im Gefängnis sitzt. Ihr wird vorgeworfen, ihre Mutter ermordet zu haben, wobei ein in Kürze anstehendes Wiederaufnahmeverfahren natürlich ihre Unschuld beweisen wird, sodass sie sich voller Tatkraft in den komplizierten Fall stürzen kann.

Doch auch ihre private Beziehung zu Henrik Henrik Sabroe (Thure Lindhardt) wird diesmal auf eine mehr als harte Probe gestellt. Und Ereignisse aus der Vergangenheit, sowohl aus ihrem privaten Bereich als auch als Motiv für die aufzuklärende Mordserie, die sich als geradezu monströser Rachefeldzug erweist, spielen auch diesmal eine entscheidende Rolle, ganz nach dem berühmten Satz von William Faulkner: „Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist noch nicht einmal vergangen.“

So bleibt man als Zuschauer bis zum Schluss der sich mit zahlreichen raffinierten Drehs und Wendungen entwickelnden Handlung gebannt vor dem Bildschirm sitzen und wird mit einer Auflösung belohnt, die ebenso überraschend wie auch logisch erscheint. Und bei aller vorangegangenen Düsternis sogar so etwas wie einen kleinen Hoffnungsschimmer für die beiden Ermittler andeutet. Ganz gr0ßes Kino auf dem kleinen Bildschirm!


Formate: 3 DVDs / 2 Blu-rays
Laufzeit: ca. 460 Min.
Sprache: Deutsch, Dänisch/Schwedisch
Untertitel: Englisch
Bildformat: 16:9
Tonformat: Dolby Digital 5.1 /dts HD MA 5.1
Bonus: Interviews m. Sofia Helin, Thure Lindhardt und Hans Rosenfeldt

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