Die Erbschaft – Staffel 3

Land: Dänemark 2017  Regie: Div.  Mit: Trine Dyrholm, Carsten Bjørnlund, Mikkel Boe Følsgaard, Marie Bach Hansen, Lene Maria Christensen, Pernilla August, Kirsten Lehfeldt, Trond Espen Seim  LabelConstantin Home Entertainment  VÖ: 8.11.2018  FSK: 12 – Ein Beitrag von Julian Dax:

© Constantin

Wahrscheinlich hat jeder Serien-Fan diese Erfahrung mindestens schon einmal gemacht: Von der ersten Staffel kann man gar nicht genug kriegen, bereits die zweite zeigt leichte Verschleißerscheinungen, die dritte steht man noch murrend durch, und das war’s dann meistens auch schon. Und wenn man ehrlich ist, trifft das – natürlich mit Ausnahme von Breaking Bad und Game Of Thrones – so gut wie auf alle Serien zu. Natürlich berappeln sich manche wieder und schwingen sich zu neuen Höhenflügen auf (s. Homeland), doch bei der überwiegenden Mehrzahl greift dieses „Gesetz der Serie“. Und auch Die Erbschaft macht da leider keine Ausnahme.

Drei Jahre sind mittlerweile seit den Ereignissen der zweiten Staffel vergangen. Signe hat große Pläne und möchte ihre Farm vergrößern. Emil hat sich auf Gronnegaard häuslich eingerichtet und betreut die kleine Melody. Derweil hinterfragt Gro die für ihre Begriffe allzu konventionelle Einstellung der Betreiber der Kunsthalle in Kopenhagen. Stattdessen fördert sie ein junges Künstlerkollektiv, dessen Mitglieder sich gleichzeitig auch als Umweltschützer betrachten und mit einer Reihe von spektakulären Aktionen von sich reden machen. Dazu gehört auch Hannah, die Tochter von Frederik und Solveig. Doch bei einer dieser Aktionen geht etwas fürchterlich schief und bringt die gesamte Sippe wieder einmal in existenzielle Nöte.

Die Ernüchterung für den Zuschauer erfolgt bereits vor Beginn der ersten Episode in Form der Information „Drei Jahre später“, denn damit werden etliche der am Ende der zweiten Staffel offenen Fragen und Konflikte einfach beiseite gewischt bzw. im Laufe der ersten Episode in einigen dürren Worten kommentiert. Offensichtlich hatten die für das Drehbuch Verantwortlichen keine Lust, die Handlungsfäden wieder aufzunehmen und zu einem halbwegs befriedigenden Ende zu führen oder sie hielten tatsächlich die neuen Entwicklungen, die sich im Wesentlichen um die junge Künstlergruppe drehen, für interessanter. Leider sind sie das nicht! So möchte man als Zuschauer immer wieder einmal die eine oder andere Figur kräftig durchschütteln und sie bitten, doch endlich mit diesem pubertären Gehabe aufzuhören und die jungen „Künstler“ einfach hochkant aus dem Anwesen zu schmeißen, damit sie sich eine anständige Arbeit suchen.

Und wenn wir schon bei der „Villa Kunterbunt“ sind – in keiner der vorangegangenen Staffeln sah das Gut derart versifft und verkommen aus, und so ertappt man sich häufig bei dem Gedanken, wie sinnvoll es doch wäre, wenn sich eine der Figuren einen Besen schnappt und einmal ordentlich durchfegt. So schleppt sich die Handlung durch 10 Episoden, wobei es in den letzten zwei hauptsächlich darum geht, dass Gro ein ganz besonders originelles Familienportrait anfertigen möchte, das gleichzeitig eine Art Installation darstellen soll, womit jedoch nicht alle Familienmitglieder einverstanden sind. Interessant oder gar spannend jedenfalls geht anders!

Den Darstellern kann man dabei keine Vorwürfe machen, denn sie sind immer noch so gut wie am Anfang; gleichzeitig sind sie aber auch nur so gut wie die Texte, die sie aufsagen müssen und die Figuren, die sie darzustellen haben. Und das ist in diesem Fall eindeutig zu wenig des Guten.


Disc 1
Bildformat:
1.78:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0
Länge: 3 Episoden á ca. 57 Minuten

Disc 2
Bildformat:
1.78:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0
Länge: 3 Episoden á ca. 56 Minuten

Disc 3
Bildformat:
1.78:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0
Länge: 3 Episoden á ca. 58 Minuten

Inklusive O-Ring und 6-seitigem Booklet

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