What the Waters left Behind

Originaltitel: Los Olvidados  Land: Argentinien 2017  Regie: Luciano Onetti und Nicolas Onetti  Mit: Paula Brasca, Mirta Busnelli, Victorio D’Alessandro  Label: Busch Media Group  VÖ: 16.11.2018  FSK: 18  –  Ein Beitrag unseres Horroronkels Julian Dax:

 

Bisher ist Argentinien nicht gerade als „Filmland“ aufgefallen, insofern ist es zunächst einmal interessant, dass ein Film aus diesem Land, auch noch ein Horrorfilm, einmal den Weg zu uns findet.

Nach dem Anschauen von What The Waters Left Behind kann das Fazit allerdings nur lauten: Danke, aber das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen!

Die argentinische Gemeinde Epecuén ist eine Geisterstadt. Einstmals zählte der Ort zu den beliebtesten Ferienzielen des Landes. Doch im November 1985 wurde Epecuén von einer zehn Meter hohen Springflut überschwemmt. Als das Salzwasser nach über 30 Jahren zurückging, hinterließ es eine verwüstete Ruinenlandschaft, in der sich allerdings noch Leben regen soll.

Nun ist eine kleine Gruppe Dokumentarfilmer unterwegs dorthin, darunter eine Frau, die damals als kleines Mädchen gerettet werden konnte. Sie soll vor laufender Kamera ihre damaligen Eindrücke schildern. Die Gerüchte, dass in dieser Gegend in letzter Zeit immer wieder Menschen verschwunden sind, werden ignoriert. Selbst eine mehr als merkwürdige Begegnung mit den Betreibern einer nahe gelegenen Tankstelle kann die drei Männer und drei Frauen von ihrem Vorhaben abschrecken. Und schon sehr bald müssen sie ums nackte Überleben kämpfen…

Eigentlich ist es eine Frechheit, dass die für Regie und Drehbuch verantwortlichen Gebrüder Onetti dem Film im Original den Titel Los Olvidados (Die Vergessenen) verpasst haben, denn so heißt bereits ein berühmter Film von Luis Bunuel. Und diese beiden Filme in einem Atemzug zu nennen, kann man guten Gewissens als Sakrileg bezeichnen, denn wie man der Inhaltsangabe unschwer entnehmen kann, handelt es sich hier um die gefühlte 259. Version von Filmen wie Texas Chainsaw Massacre, Wrong Turn oder The Hills Have Eyes. Wieder einmal haben wir es mit einer völlig degenerierten, zu Kannibalen mutierten Familie zu tun, deren größte Freude es ist, ahnungslose Durchreisende zu foltern, zu vergewaltigen, ihnen bei lebendigem Leib Gliedmaßen abzutrennen und sie schließlich zu essen.

Wahrscheinlich bezeichnen die Regisseure das Ganze als Hommage, wobei jedoch dreister Klau der wesentlich bessere Begriff wäre, so sklavisch, wie sie sich vor allem an Tobe Hoopers Texas Chainsaw Massacre halten, bis hin zu der Szene beim Essen. Doch während es Hooper gelungen ist, das unvorstellbare Martyrium der weiblichen Hauptfigur erfahrbar zu machen, findet sich nichts davon im vorliegenden Fall. Ebenso dämliche wie unsympathische Figuren plappern doofe Sätze vor sich hin („Was ist das?“ „Wir müssen hier weg!“ „Ich habe Angst!“) und die durch die Bank miserablen Darsteller sind auch keine Hilfe. So etwas wie eine Handlung gibt es nicht, und wenn dann am Ende die angeblich große Überraschung enthüllt wird, kann einen das auch nicht mehr vom Hocker reißen, denn so etwas hat man schon längst kommen sehen.

Ab in die Tonne mit diesem Müll!!!


DVD:

Laufzeit: 89 Minuten
Sprache/Ton: Deutsch DD 5.1/Spanisch DD 5.1
Bildformat: 16:9
Bonusmaterial: Q&A mit Darsteller Agustín Pardella auf dem Obscura Festival, Trailershow, Wendecover

Blu-ray:

Laufzeit: 93 Minuten
Sprache/Ton: Deutsch DTS-HD 5.1/Spanisch DTS-HD 5.1
Bildformat: 2.35:1 (1080p)
Bonusmaterial: Q&A mit Darsteller Agustín Pardella auf dem Obscura Festival, Trailershow, Wendecover

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