Summer of 84

Land: Kanada 2018  Regie: François Simard, Anouk und Yoann-Karl Whissell Mit: Graham Verchere, Judah Lewis  LabelPandastorm  VÖ: 26.10.2018  FSK: 16
Ein Beitrag von Julian Dax:

© Pandastorm

 

Zwei Sätze sind es, von denen die Filmemacher derart begeistert sind, dass sie gleich mehrmals im Laufe des Handlung geäußert werden: „The suburbs is where the craziest shit happens“ und „Even serial killers live next door to somebody“.

Und mit diesen zwei Sätzen ist im Grunde genommen auch schon die komplette Handlung von Summer Of 84 wiedergegeben.

Davey Armstrong, ein etwa 15jähriger Junge ist fest davon überzeugt, dass der freundliche Nachbar, Polizist McKey, der bereits seit langer Zeit gesuchte Massenmörder ist, der es auf halbwüchsige Jungen abgesehen hat, von denen etliche verschwunden sind. Es gelingt Davey, seine drei besten Kumpels von seinem Verdacht zu überzeugen, und gemeinsam machen sie sich auf, dem nach Außen hin anständigen Bürger das Handwerk zu legen.

Kennt man diese Geschichte nicht bereits zur Genüge? Ob Disturbia, The Good Neighbour, Fright Night – immer wieder haben wir es mit gelangweilten Teenagern zu tun, die, vor allem in den endlos langen Sommerferien, nichts Besseres zu tun haben, als ihre Nachbarn mit Ferngläsern zu beobachten und alles zu notieren, was ihnen verdächtig erscheint. Insofern bietet auch Summer Of 84 absolut nichts Neues. Und auch das Personal ist altbekannt; neben dem sympathischen, manchmal etwas linkischen Helden, gibt es noch den Nerd – natürlich mit Brille – , den dicken Außenseiter und den „bad boy“ mit übergroßer Klappe. Was im vorliegenden Fall allerdings besonders erstaunt, ist die Tatsache, dass die Jungs einerseits über Sexpraktiken fachsimpeln, andererseits darüber streiten, ob Ewoks im Kampf gegen Gremlins eine Chance hätten. (Vielleicht ist ja was dran, dass Amerikaner allgemein einfältiger sind?)

Mit diesen aus zahlreichen Filmen bekannten Figuren geht auch eine Handlung einher, die man ebenfalls mindestens einmal zuviel gesehen hat und die man ziemlich genau voraussagen kann. Die Jungs sammeln Beweise, die Erwachsenen glauben ihnen nicht, die Jungs machen weiter. Doch dann geschieht tatsächlich etwas, womit man als Zuschauer eher weniger gerechnet hat, denn plötzlich wird aus einem nur mäßig spannenden Vorstadtthriller doch noch ein handfester Schocker. Dumm ist nur, dass der letzte Akt aus einem ganz anderen Film zu stammen scheint, denn weder wirkt er besonders logisch, noch passt er mit seiner Brutalität zum bisher angeschlagenen Ton.

Mein ganz persönlicher Tipp? Lieber zum wiederholten Mal Alfred Hitchcocks Das Fenster zum Hof anschauen und dabei lernen, wie man Spannung aufbaut.


Details DVD:

Laufzeit: 109 min.
Bildformat: 2,39:1 (16:9)
Ton: DD 5.1

Details Blu-ray:

Laufzeit: 105 min.
Bildformat: HD 1080p/24 (2,39:1)
Ton: DTS-HD 5.1 MA

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