211 – Cops Under Fire

Land: USA 2017  Regie: York Alec Shackleton  Mit: Nicolas Cage, Sophie Skelton, Michael Rainey Jr., Dwayne Cameron, Weston Cage LabelEurovideo
: 23.10.2018  FSK: 16   –   Ein Beitrag von Julian Dax:

© Eurovideo

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“
Auf kaum einen anderen amerikanischen Schauspieler passt dieses bekannte Zitat eines unbekannten Urhebers besser als auf Nicholas Cage. Schon seit vielen Jahren liefert der ehemalige Oscar-Preisträger einen unsäglich miesen Film nach dem anderen ab, die meist ohnehin gar nicht ins Kino kommen, sondern gleich auf DVD verramscht werden.
Und auch sein bisher letztes Machwerk 211 – Cops Under Fire macht da leider keine Ausnahme.

Der Film beginnt in Afghanistan. Man sieht, wie ein schmieriger Yuppie und dessen nicht minder unsympathische Sekretärin irgendwelche Gelder per Laptop auf irgendwelche Konten transferieren. Als sie sich in den bereit stehenden SUVs davonmachen wollen, werden sie und ihre Helfer plötzlich beschossen. Es stellt sich heraus, dass es die eigenen, zur Sicherheit angeheuerten Söldner sind, die sich für ihre Dienste nicht entsprechend entlohnt fühlen und deshalb kurzerhand alle erschießen. Zuvor jedoch können sie dem Hauptübeltäter den Namen wenigstens einer der Banken entlocken, auf die er das Geld transferiert hat.

Szenenwechsel. Wir befinden uns in einer kleinen friedlichen Gemeinde in Massachusetts und lernen einige Bewohner aus dem Klischeebaukasten kennen: Mike Chandler (Nicholas Cage), ein nach dem Krebstod seiner Frau desillusionierter Polizist, der kurz vor seiner Pensionierung steht, sein Schwiegersohn und Partner Steve, der am Morgen des folgenreichen Tages von seiner Frau erfährt, dass er Vater wird, Kenny, ein schwarzer Teenager, der in der Schule aus unerfindlichen Gründen gemobbt wird sowie dessen Mutter, eine energische Krankenschwester. Und da die vier Söldner sich ausgerechnet die Bank in diesem friedlichen Städtchen für ihren Überfall ausgesucht haben, treffen all diese Figuren schon sehr bald aufeinander, und was folgt, ist eine der längsten, lautesten und blutigsten Schießereien seit sehr langer Zeit. Ach ja, und irgendwie mischt bei dem Ganzen auch noch eine italienische Interpol-Agentin mit, die offensichtlich auf einem Laufsteg besser aufgehoben wäre als im Kampfeinsatz.

Auch ohne auf die Uhr zu schauen hat man den Eindruck, die gesamte (gnädig kurze!) Laufzeit des Filmes bestehe aus Schießereien, und da die vier völlig anonymen Söldner ausgerüstet sind, als wollten sie im Alleingang ein mittelgroßes Land überfallen, verstärkt sich der Eindruck, dies sei ein Film ausschließlich für Waffenfetischisten, die am Liebsten in Camouflage-Klamotten rumlaufen und ihre Zeit hauptsächlich mit Call Of Duty totschlagen.

Und wer erwartet, dass Mr. Cage wieder einmal das tut, wofür ihn viele mögen, nämlich gnadenlos zu chargieren, wird auch in dieser Hinsicht enttäuscht; derart zurückhaltend agierend hat man ihn schon lange nicht mehr gesehen. Vielleicht hofft er ja insgeheim, jemand aus der Filmbranche möge erkennen, dass in ihm doch noch ein ordentlicher Schauspieler steckt und er zur Abwechslung wieder einmal eine anständige Rolle angeboten bekommt.


DVD:

Laufzeit: 95 Min.
Bildformat: 1,85:1 (16:9)
Ton: DD 5.1

Blu-ray:

Laufzeit: 98 Min.
Bildformat: HD 1080p/24 (1,85:1)
Ton: DD 5.1

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