Freddy/Eddy

Land: Deutschland 2016  Laufzeiten: 90 bzw. 94 min.  Regie: Tini Tüllmann  Mit Felix Schäfer, Jessica Schwarz, Katharina Schüttler, Robert Stadlober, Burghart Klaußner LabelEurovideo  VÖ: 6.9.2018  FSK: 16   –   Ein Beitrag von Julian Dax:

© Eurovideo

Gibt es bereits Dutzende von Filmvariationen, die sich direkt auf Robert Louis Stevensons „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ beziehen, sind die Variationen des in diesem Roman abgehandelten Themas fast schon nicht zu zählen. So beschäftigten sich in jüngster Zeit sowohl „Stereo“ als auch „Der andere Liebhaber“ mit dem Motiv des doppelten Ichs. Und auch Regisseurin Tini Tüllmanns Filmdebüt Freddy / Eddy nimmt sich dieses faszinierenden Themas an.

Der Kunstmaler Freddy hat wahrlich schon bessere Zeiten gesehen; einst als großes Talent gelobt, fristet er nun eine trostlose Existenz. Nach einem Prozess, in dem er beschuldigt wurde, seine untreue Ehefrau und deren Liebhaber attackiert und verletzt zu haben, obwohl er seine Unschuld beteuert, entgeht er zwar einer Gefängnisstrafe, aber nur, weil er sich schuldig bekennt und sich freiwillig einer psychiatrischen Behandlung unterzieht. Schuld an der ganzen Tragödie hat für ihn Eddy, der ihm aufs Haar gleicht, immer wieder in seiner Wohnung erscheint und sich über ihn lustig macht. Das Dumme ist nur, dass außer Freddy niemand sonst seinen „bösen Zwilling“ jemals gesehen hat.

Als eine neue Nachbarin samt 14-jähriger Tochter einzieht, scheinen sich die Dinge für Freddy ins Positive zu wenden, doch auch hier treibt der angebliche Eddy schon bald sein zerstörerisches Werk, und es kommt schließlich zum alles entscheidenden Endkampf der beiden ungleichen Zwillingsbrüder.

Wenn man liest, dass der Film lediglich 75.000 € gekostet hat und die Regisseurin ohne jegliche Fördermittel oder Mitarbeit des Fernsehens ausgekommen ist, um ihre ganz eigene Vision zu verwirklichen, so nötigt das einem auf jeden Fall Respekt ab. Doch leider macht dieser Umstand sowie das technische Können der Beteiligten allein den Film nicht besser.

Nicht nur ist das Thema der gespaltenen Persönlichkeit an sich unglaublich ausgelutscht, nein, auch das Drehbuch enthält derart viele logische Unstimmigkeiten, dass man stellenweise aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr rauskommt. Und der finale Dreh ist derart vorhersehbar, dass die wohl als Schock gedachte letzte Einstellung selbst unbedarftere Zuschauer nicht sonderlich überraschen dürfte.


DVD:

Ländercode: 2
Audio (Deutsch): Deutsch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch
Bildformat: 2,35:1 (16:9)
Special-Features: Keine

Blu-ray:

Ländercode: B
Audio (Deutsch): Deutsch DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Englisch
Bildformat: HD 1080p/24 (2,35:1)
Special-Features: Keine
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