I Kill Giants

Land: Belgien/GB/USA 2016  Regie: Anders Walter  MitZoe Saldana, Madison Wolfe, Imogen Poots  Label: Koch Media  VÖ: 26.7.2018   FSK: 12

Ein Beitrag unseres märchenhaften Autoren Julian Dax:

© Koch Films

Unter Etikettenschwindel versteht man laut Duden eine irreführende Benennung, wobei der vorliegende Film im Grunde genommen genau diesen Sachverhalt erfüllt. So kann man auf der Hülle die Umrisse eines riesigen Monsters erkennen sowie ein Mädchen mit einer Waffe, die aussieht wie eine Kreuzung zwischen Lanze und Hammer. Dazu wird man darüber informiert, dass I Kill Giants von den „Machern von Harry Potter“ stammt, was so auch nicht ganz stimmt; Chris Columbus, der in den ersten beiden H.P.-Filmen Regie führte, tritt hier lediglich als Produzent in Erscheinung, und der Film hat mit Harry Potter absolut nichts gemeinsam. Und auch die groß angekündigte Zoe Saldana hat hier lediglich nur eine Mini-Rolle. Und eine grüne Hautfarbe besitzt sie auch nicht…

Wir befinden uns in einer kleinen Stadt auf Long Island an der Ostküste der USA. Die etwa 15-jährige Barbara ist das, was man auf Englisch einen „weirdo“ nennt; ständig faselt sie etwas von nur für sie sichtbaren Riesen, die sie mit Hilfe von Fallen erledigen muss, bevor sie die Menschen vernichten. Dazu trägt sie ständig Hasenohren zu Ehren ihres Schutztieres und einen versifften Beutel, in dem sich eine magische Waffe befindet.

Ihre Familie besteht aus einer älteren Schwester, die sich um alles kümmert und zwei unausstehlichen Brüdern, die sich ständig nur mit Computerspielen beschäftigen. Freundinnen hat sie keine, in der Schule wird sie gemobbt. Mit dem Auftauchen einer neuen Schülerin scheint sich ihre Situation zu verändern, denn dieses Mädchen möchte sich unbedingt mit Barbara anfreunden, was diese zunächst ablehnt, dann aber doch eine gewisse Nähe zulässt. Und auch die neue Schulpsychologin bemüht sich sehr, einje Verbindung zu Barbara aufzubauen und hinter das Geheimnis ihres seltsamen Verhaltens zu kommen…

Eigentlich kann man I Kill Giants als eine Art Remake bezeichnen, denn erst im vergangenen Jahr lief A Monster Calls in unseren Kinos (deutscher Titel: Sieben Minuten nach Mitternacht). Auch darin flüchtet sich ein Teenager – in diesem Fall ein Junge – in eine Phantasiewelt, weil er die schreckliche Realität nicht ertragen kann. Doch während in diesem Film von Anfang an klar ist, worunter der Junge leidet, macht „I Kill Giants“ ein großes Geheimnis um die Motive des Mädchens, die erst im letzten Drittel des Films geklärt werden; leider führt dieser Umstand dazu, dass man Barbaras Verhalten über eine weite Strecke einfach nur nervig findet und sich wünscht, sie möge doch endlich eine Therapie anfangen.

Zwar überzeugt Madison Wolfe, die den ganzen Film quasi im Alleingang tragen muss, ebenso wie die Darstellerinnen um sie herum, doch die o.a. vorenthaltene Information verhindert letztlich so etwas wie ein Mitempfinden auf Seiten des Zuschauers, so wie das „A Monster Calls“ mit Leichtigkeit gelingt. Man schaut dem Geschehen mehr oder minder interessiert zu, strengt sich an, um die Details der finalen Konfrontation zu erkennen, die bei Nacht während eines fürchterlichen Unwetters stattfindet, bleibt jedoch größtenteils lediglich ein distanzierter Betrachter.


DVD:

 

  • Filmlänge ca. 102 min.
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • Bildformat: 2.39:1 (16:9)
  • Regionalcode: 2
  • Sprache(n): Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Kinotrailer, Making of

 

Blu-ray:

 

  • Filmlänge ca. 106 min.
  • Tonformat: DTS HD-Master Audio 5.1
  • Bildformat: 2.39:1 (16:9)
  • Regionalcode: B
  • Sprache(n): Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Kinotrailer, Making of

 

 

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