The Monster Project

Land: USA 2017  Regie: Victor Mathieu Mit: Toby Hemingway, Justin Bruening, Yvonne Zima, Murielle Zuker, Steven Flores  Label: Pierrot le Fou  VÖ: 27.4.2018  FSK: 16

Ein Beitrag unseres Horror-Experten Julian Dax:

© Pierrot le Fou

Eigentlich sollte man als Filmrezensent  stets Fairness und Objektivität walten lassen und daher möglichst wenig über einen zu  besprechenden Film wissen. Eigentlich. Im Falle von The Monster Project allerdings hätte sich der Schreiber dieser Zeilen gewünscht, er hätte sich wenigstens ein bisschen besser informiert, denn dann hätte er sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, diesen Film anschauen und besprechen zu müssen.

Was machen ein paar Honks, die zu faul und / oder zu blöd sind, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen? Richtig, sie wollen auf You Tube groß rauskommen. Und da Ihre Chancen als Influencer aufgrund mangelnder Attraktivität eher gering einzuschätzen sind, haben sie eine viel bessere Idee: Sie geben eine Anzeige auf, in der sie Menschen mit „besonderen Eigenschaften“ suchen, die sie interviewen und dann ins Netz stellen wollen. Nach kurzer Zeit melden sich ein Gestaltwandler, ein weiblicher Vampir und ein Mädchen, in die ein Dämon gefahren ist. Um die Interviews noch etwas stimmunbgsvoller zu gestalten, beschließen die Honks, die drei Kandidaten in ein abbruchreifes Gebäude einzubestellen, wo schon sehr bald im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle losbricht…

Da den Machern von The Monster Project praktisch kein Geld zur Verfügung stand, kamen sie auf die glorreiche Idee, das Ganze als sog. „found footage film“ zu drehen. Sollten Sie diesen Begriff nicht schon wieder vergessen oder zumindest verdrängt haben, wissen Sie natürlich, was das im Klartext bedeutet: Unscharfe, verwackelte, schlecht ausgeleuchtete, grünstichige Bilder, gefilmt von einer extrem subjektiven Kamera, was selbst beim gutwilligsten Zuschauer schon nach kurzer Zeit im günstigsten Fall zu Kopfschmerzen, im Extremfall auch zu Übelkeit führt.

© Pierrot le Fou

Während man im ersten Teil des Filmes zumindest noch erkennen kann, was da gerade passiert, besteht der zweite ausschließlich daraus, dass die Honks in dem abgewrackten Gebäude panisch und ziellos durch die Gegend rennen, dabei solche Dialogperlen von sich geben, wie z.B. „We gotta get out!“ „What was that?“ und natürlich ganz oft „Fuck!“ und alles filmen. Wer da vor wem warum wegläuft, wer da gerade wem was antut, kann man absolut nicht erkennen, und es ist einem natürlich auch herzlich egal. Und damit man als Zuschauer auch nicht vergisst, dass es sich um einen Horrorfilm handelt, darf hin und wieder eines der Monster ins Bild springen, wobei man immer erwartet – genau wie in einer Geisterbahn – dass es „Buh!“ macht.

„Eine temporeiche Höllenfahrt des Schreckens, die unaufhörlich an deinen Nerven zerrt“ kann man als Empfehlung auf der Hülle lesen. Hmm… Das kann man nun wirklich so oder so so sehen…


DVD:

Laufzeit: 111 min.
Bild
: 2,35:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Englisch DD 5.1
Bonus: Making-of, Deleted Scenes, Audiokommentar des Regisseurs und Produzenten, Trailer, Wendecover

Blu-ray:

Laufzeit: 116 min.
Bild
: 2,35:1 (1080p)
Ton: Deutsch, Englisch DTS-HD MA 5.1
Bonus: Making-of, Deleted Scenes, Audiokommentar des Regisseurs und Produzenten, Trailer, Wendecover

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