Grießnockerlaffäre

Land: Deutschland 2017  Regie: Ed Herzog  Mit: Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Francis Fulton-Smith, Franziska Singer, Frederic Linkemann 
Label
Eurovideo  VÖ: 8.2.2018  FSK: 12

Ein Beitrag unseres Preußen Julian Dax:

© Eurovideo

Aus mittlerweile neun Bänden besteht Rita Falks äußerst populäre Buchreihe um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer, die in chronologischer Reihenfolge verfilmt werden. Auch wenn Romane und Filme hauptsächlich südlich des sog. „Weißwurstäquators“ ihre Leser bzw. Zuschauer finden, hat sich inzwischen eine ganz imposante Fangemeinde entwickelt.
Nach Dampfnudelblues, Winterkartoffelknödel und dem etwas zerfaserten Schweinskopf al dente folgt nun als vierter Teil der Reihe Grießnockerlaffäre.

Lakonisch und mißmutig wie eh und je versieht Franz Eberhofer seinen Dienst in Niederkaltenkirchen, und außer der guten Küche seiner Oma, bei der er, zusammen mit seinem kiffenden Vater, nach wie vor wohnt, scheint ihn nur wenig zu interessieren. Doch nach einer durchzechten Nacht anlässlich der Hochzeitsfeier eines Kollegen, steht er plötzlich als Tatverdächtiger im Mittelpunkt des Geschehens; sein allseits verhasster Vorgesetzter Barschl liegt tot auf der Straße, Eberhofers Messer steckt in seinem Rücken. Dies ruft die gefürchtete interne Ermittlerin „Thin Lizzy“ („Wie die Rockband aus den Siebzigern!“) auf den Plan, die Eberhofer als erstes vom Dienst suspendiert. Doch es gibt noch einen zweiten ungeklärten Todesfall im Ort. Da Eberhofer mit Hilfe seines Freundes, des Privatdetektivs Rudi Birkenberger, trotzdem weiter Nachforschungen anstellt, kommt er sehr schnell darauf, dass die beiden Fälle irgendwie zusammenhängen…

Nach vier filmischen Einsätzen kann man guten Gewissens behaupten, dass man unter der Bezeichnung „Ein Eberhoferkrimi“ genau das bekommt, was man erwarten kann – einen Mix aus Klamauk, wirklich witzigen Sprüchen („Wir machen´s wie immer: Du good Cop, ich bad Cop!“ „Nein, du blöd Cop!“) sowie eine praktisch nebenher laufende Krimihandlung, die diesmal an Alfred Hitchcocks Der Fremde im Zug denken lässt. Neu ist diesmal eine gehörige Portion Sentimentalität; Omas erste große Liebe taucht unerwartet auf und sorgt für eine handfeste Überraschung im Hause Eberhofer.

© Eurovideo

Während im Vorgängerfilm die Beziehung von Franz zu seiner Susi mehr im Mittelpunkt stand, hat man diesen Handlungsstrang diesmal zurückgefahren, was insofern schade ist, weil man Lisa Maria Potthoff die Mischung aus sexy Sekretärin und selbstbewusster Frau absolut abnimmt. Und auch die anderen Darsteller sind nach vier Filmen derart selbstverständlich in ihre Rollen geschlüpft, dass sie, trotz gewisser Überzeichnungen, noch glaubhaft und vor allem liebenswert bleiben.
Und zwei von Eberhofers Stammtischbrüder dürfen während des Abspanns noch eine Musiknummer vortragen, die mit zu den besten Gags des Films gehört. Da die Filme von Jahr zu Jahr immer mehr Zuspruch finden – Grießnockerlaffäre brachte es immerhin auf über 800.000 Zuschauer – steht der Verfilmung von Sauerkrautkoma, dem fünften Roman, absolut nichts im Wege.


Technische Daten DVD:

Audio (Deutsch): Deutsch Dolby Digital 5.1; Audiodeskription Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 1,85:1 (16:9 anamorph)
Special-Features: Making-of, Hinter den Kulissen, Werbespots, Flötzingers Flirttipps

 

Technische Daten Blu-ray:

Audio (Deutsch): Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1; Audiodeskription DTS-HD Master Audio 2.0
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: HD 1080p/24 (1,85:1)
Special-Features: Making-of, Hinter den Kulissen, Werbespots, Flötzingers Flirttipps
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