Die Erbschaft – Staffel 2

Land: Dänemark 2015  Regie: Jesper Christensen, Heidi Maria Faisst, Mads Kamp Thulstrup  Mit: Trine Dyrholm, Carsten Bjørnlund, Mikkel Følsgaard, Marie Bach Hansen, Jesper Christensen, Lene Maria Christensen, Trond Espen Seim
LabelConstantin Home Entertainment  Veröffentlichung: 8.2.2018  FSK: 12

Ein Beitrag unseres Familienberaters Julian Dax:

© Constantin

 

Es birgt ein gewisses Risiko, allzu viel Zeit verstreichen zu lassen, bevor man die zweite Staffel einer populären Serie veröffentlicht.

Das ist z.B. der Fall bei Die Erbschaft aus Dänemark. Während man bereits 2014 die Irrungen und Wirrungen der weit verzweigten Familie Gronnegaard nach einer unverhofften Erbschaft mit Spannung verfolgen konnte, dauerte es immerhin vier Jahre, bevor man nun erfahren kann, wie die Geschichte weitergeht.

Zwar wird der Inhalt der ersten Staffel zu Beginn der ersten Episode kurz zusammengefasst, doch natürlich erinnert man sich selbst als Fan nicht an alle wesentlichen Details.

Ein Jahr ist seit den Ereignissen vergangen, die in den zehn Folgen der ersten Staffel geschildert werden. Die vier Geschwister haben sich mit dem überraschenden Testament ihrer Mutter, der bekannten Künstlerin Veronika Gronnegaard, irgendwie arrangiert. Eigentlich sind es drei, denn der ebenso leichtsinnige wie naive Emil befindet sich wegen Drogenbesitz in einem Gefängnis in Thailand. Das ist die Ausgangssituation, um die sich die ersten der insgesamt sieben neuen Episoden drehen. Doch auch im riesigen Anwesen der exzentrischen Künstlerin, einer Art „Villa Kunterbunt“ für Erwachsene, geht es mehr als turbulent zu. Althippie Thomas hat mit einer psychisch äußerst labilen jungen Frau ein Kind gezeugt, Signe scheint als Alleinerbin überfordert, bei Frederik tritt immer stärker eine Psychose in Erscheinung, an der seine eigene Familie zerbricht, und Gro, die Älteste unter den Geschwistern, möchte aus dem Vermächtnis der Mutter möglichst viel Geld rausschlagen und schreckt dabei auch vor kriminellen Methoden nicht zurück…

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Art.“ Es gibt wohl kaum einen zweiten Romananfang innerhalb der Weltliteratur, der so häufig zitiert wird wie der aus Leo Tolstois Anna Karenina. Und es ist gut vorstellbar, dass Drehbuchautoren diesen Satz verinnerlicht haben und ihre Arbeit vornehmlich danach ausrichten, wie viel Leid und Unglück sie ihren Protagonisten zumuten können, ohne dass einem als Zuschauer der Gedanke „Nun ist aber mal gut!“ durch den Kopf geht.

© Constantin

Werden bereits in der ersten Staffel Themenbereiche wie z.B. Ehebruch, Erpressung, Meineid und Kunstfälschung abgehandelt, legt die zweite in Bezug auf dramatische Verwicklungen noch eine gehörige Schippe drauf. Doch es ist dem Geschick sämtlicher Beteiligten zu verdanken, dass man den Ereignissen gespannt und mit großem Interesse folgt, weil dennoch stets gewährleistet ist, dass alles nachvollziehbar bleibt. Auch wenn böswillige Menschen das Ganze als eine Art „Luxus-Soap“ bezeichnen könnten – die Charaktere und deren Darsteller sind einfach stimmig und man schaut ihnen gerne zu. Und eine Erkenntnis können zumindest einige Zuschauer gewinnen: Wie einfach ist doch das Leben als Einzelkind!


Technische Daten DVD:

Bildformat: 1.78:1 in 16:9
Filmlänge: ca. 385 Minuten
Verkaufsstart: 08.02.2018
Audioformat: Deutsch Dolby Digital 5.1
Deutsch Dolby Digital 2.0
Sprache: Deutsch
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