Blade of the Immortal

Originaltitel: Mugen No Jûnin  Land: Japan 2017 Regie: Takashi Miike
Mit: Takuya Kimura, Hana Sugisaki, Sôta Fukushi, Hayato Ichihara, Erika Toda
LabelAscot Elite Home Entertainment  Veröffentlichung: 12.1.2018  FSK: 16

Ein Beitrag unseres Martial Arts-Spezialisten Julian Dax:

© Ascot Elite

Bei der Erwähnung des Namens Takashi Miike gibt es unter den Eingeweihten in der Regel zwei mögliche Reaktionen; verstärkter Speichelfluss wie bei den berühmten Pavlovschen Hunden oder aber himmelwärts verdrehte Augen bei gleichzeitig herausgestreckter Zunge. Und auch mit seinem 100. (!!!) Film wird der japanische Regisseur seine Gemeinde wohl spalten.

Manji ist ein Samurai, der nicht sterben kann, weil eine Hexe ihm Blutwürmer – fragen Sie jetzt bitte nicht! – eingepflanzt hat, die dafür sorgen, dass sämtliche Wunden sich sofort schließen und sogar abgehackte Körperteile wieder zusammenwachsen. Dabei sehnt sich Manji nach dem Tod, vor allem, weil er sich bittere Vorwürfe macht, dass er den brutalen Mord an seiner kleinen Schwester nicht verhindern konnte. 50 Jahre nach deren Tod bittet ihn das Mädchen Rin um Hilfe. Der Schwertkämpfer Anotsu hat ihren Vater getötet und ihre Mutter verschleppen lassen, und Rin will unbedingt Rache üben. Natürlich hat sie allein absolut keine Chance, und so heuert sie Manji an. Da Rin ihn an seine Schwester erinnert, willigt Manji ein, und das ungleiche Duo zieht los, um sich mit den unzähligen Schergen Anotsus einen äußerst blutigen Kampf zu liefern.

Natürlich schaut sich kein Mensch einen Film von Takashi Miike an in der Erwartung eines realitätsbezogenen Actioners, denn so etwas wie Realität findet bei ihm grundsätzlich nicht statt, schon gar nicht bei der Verfilmung eines Mangas. Man darf höchstens gespannt sein, wie weit er den Bogen diesmal wieder überspannt. Im Falle von Blade Of The Immortal muss man sagen: sehr weit, eigentlich bis zur Bruchstelle und darüber hinaus. So bietet bereits der noch schwarz-weiß gehaltene Prolog ein wüstes Gemetzel, in dessen Verlauf der Held ganz allein etwa 50 Gegner tötet, und so geht es – nun in Farbe – munter weiter. Der unsterbliche Samurai wandert durch die Gegend und hackt und sticht sich durch weitere Hundertschaften von Gegnern, darunter auch eine Killerin, die nach ihrer Tötungsorgie ganz plötzlich entsetzt ist über ihr Tun und von Reue gepackt wird. Und zwischen der größtenteils tatsächlich virtuos gefilmten Kampfchoreographie bleibt auch noch Zeit für eine ganze Reihe mehr oder weniger geistreicher Gespräche, die sich allesamt um Ehre, Kampfesmut, Rache, Vergebung und Tod drehen.

© Ascot Elite

Allerdings dauert das Ganze geschlagene 140 Minuten, und so stellen sich nach einer Weile zwangsläufig gewisse Ermüdungserscheinungen ein, zumal die eigentliche Handlung – es geht um irgendwelche rivalisierenden Schwertkampfschulen, die sich darum streiten, welche Technik die bessere ist – nun wirklich nicht allzu prickelnd erscheint.

Was wieder einmal sehr verwundert, ist die Altersfreigabe der FSK in Deutschland; während Miikes andere 99 Filme völlig zu Recht nicht unter 18 Jahren freigegeben sind, hat man Blade Of The Immortal eine FSK 16 verpasst, was um so fragwürdiger erscheint, weil – abgesehen von den vergossenen Hektolitern von Blut und massenweise abgehackten Körperteilen – die weibliche Hauptfigur, das Mädchen Rin, mehrfach übelst misshandelt wird.


Details DVD:

Laufzeit: ca. 136 Min.
Bildformat: 2.40:1 (16:9)
Ton: Deutsch & Japanisch Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Bonus: Trailershow, Deutscher Trailer

Details Blu-ray:

Laufzeit: ca. 141 Min.
Bildformat: 2:40:1 (1080p/ 24fps)
Ton: Deutsch & Japanisch DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Bonus: Trailershow, Deutscher Trailer

Details Blu-ray Steelbook:

Laufzeit: ca. 141 Min.
Bildformat: 2:40:1 (1080p/ 24fps)
Ton: Deutsch & Japanisch DTS-HD Master Audio
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Bonus: Making-of/Behind the Scenes, JP-Trailer, US-Trailer und D-Trailer

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