The Expanse – Staffel 1

Land: USA 2016  Regie: Terry McDonough, Jeff Woolnough, Robert Lieberman, Bill Johnson  Mit: Steven Strait, Cas Anvar, Dominique Tipper, Wes Chatham, Florence Faivre, Shohreh Aghdashloo, Shawn Doyle, Thomas Jane, Chad L. Coleman
Label: Pandastorm  VÖ: 5.12.2017  FSK: 16

Ein Beitrag unseres Zukunftsforschers Julian Dax:

© Pandastorm

„Die beste Sci-Fi-Serie des Jahrzehnts“ , „Ein Serien-Juwel, das man unbedingt gucken muss“ sind nur zwei von zahlreichen Lobpreisungen der amerikanischen Serie The Expanse, doch daneben gibt es auch Stimmen, die den 10 jetzt bei uns erhältlichen Episoden der ersten Staffel vorwerfen, sie seien langatmig, chaotisch, klischeehaft und zum Teil schlichtweg unverständlich. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Es ist das 23. Jahrhundert, und die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Stattdessen gibt es auf der Erde eine von den Vereinigten Nationen geführte Regierung, auf dem autonomen Mars hat sich eine Art Militärmacht gebildet, und der Rest der Menschheit lebt in riesigen Weltraumstationen im Asteroidengürtel, wo Eis zu kostbarem Wasser verarbeitet wird. Da sowohl die Erde als auch der Mars auf dieses Wasser angewiesen sind, die Arbeitsbedingungen der sog. „Gürtler“ jedoch nur als katastrophal bezeichnet werden können, kommt es immer wieder zu Unruhen, bei denen eine militante Widerstandsgruppe, die sich „Outer Planetary Alliance“ (OPA!) nennt, federführend ist. Das gesamte Planetensystem steht offensichtlich kurz vor einem verheerenden Krieg…

Seit dem Ende der ebenso ambitionierten wie auch äußerst populären Serie Battlestar Galactica, die 2009 auslief, hat sich der SyFy Channel, größtenteils ohne nennenswerten Erfolg, an gleichwertigem Material versucht. Mit The Expanse, basierend auf der gleichnamigen Buchreihe von James S.A. Corey, glaubt man, endlich einen vollwertigen Ersatz gefunden zu haben, und der Erfolg scheint den Machern Recht zu geben, existieren in den USA doch bereits drei Staffeln davon.

Die Handlung der ersten Staffel besteht im Wesentlichen aus drei Strängen: man folgt dem müden und korrupten Detektiv auf der heruntergekommenen Weltraumstation „Ceres“ auf seiner Suche nach einer vermissten jungen Frau, wird Zeuge einer Verschwörung, die eine distinguierte UN-Politikerin aufzuklären versucht und begleitet die Crew um Captain James Holden bei ihrer Arbeit in einem alten Raumschiff, wobei vor allem der letzte Strang immer mehr in den Focus gerät. Auch wenn sich die Dekors eindeutig an bereits bekannten Mustern orientieren – Blade Runner und Alien fallen einem sofort ein! – haben die Bühnenbildner und Computerspezialisten ganze Arbeit geleistet, denn alles sieht derart schäbig und verwohnt aus, dass man keine Sekunde an irgendwelche „Segnungen“ der modernen Technik denken muss.

© Pandastorm

Lobend zu erwähnen sind auch die Versuche, bereits heute existierende globale Probleme (Klimawandel, Armut, Terrorismus) zu zentralen Themen zu machen und auch die äußerst dystopische Vorstellung, dass die Reichen und Mächtigen auch in Zukunft ein sorgenfreies Leben führen können, während alle anderen auf Weltraumstationen ohne natürliches Licht, ohne frische Luft und ohne Natur dahinvegetieren und regelrechte Sklavenarbeit verrichten müssen, wird glaubwürdig vermittelt

Was allerdings negativ zu Buche schlägt, ist die Tatsache, dass sich der Zuschauer vom ersten Moment an selbst zurechtfinden und die verschiedenen Erzählstränge, die Vielzahl von Figuren, Themen und Konflikten mühsam entziffern muss. Natürlich könnte man an dieser Stelle einwenden, auch Star Wars biete zunächst einmal keinerlei Erklärungen und überlasse es dem Zuschauer, sich einen Reim auf Rebellenallianz und Jediritter zu machen, aber zwischen purem Eskapismus dort und nicht von der Hand zu weisenden Realismus hier besteht doch ein ziemlicher Unterschied. So bleibt abzuwarten, wie das hiesige Publikum The Expanse aufnimmt, zumal außer Thomas Jane als Detektiv Miller, lauter unbekannte und zum Teil auch nicht besonders überzeugende Darsteller zu sehen sind, mit denen man auch nicht unbedingt auf Anhieb so richtig warm wird.


Technische Daten DVD:

Laufzeit: 10 Folgen à 43 Min. / Gesamt 431 Min.
Bildformat: 1,78:1 / 16:9
Tonformat: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Deleted Scene

Technische Daten Blu-ray:

Laufzeit: 10 Folgen à 42 Min. / Gesamt 427 Min.
Bildformat: 1,78:1 / 1080p24
Tonformat: Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Deleted Scene

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