47 Meters Down

Land: GB 2017  Regie: Johannes Roberts  Mit: Mandy Moore, Claire Holt, Matthew Modine, Chris Johnson  Label: Universum-Film  Veröffentlichung: 1.12.2017  FSK: 16

Ein Beitrag unseres Tiefseetauchers Julian Dax:

© Universum-Film

Auch noch nach über 40 Jahren muss man Steven Spielberg die Schuld geben, dass er es geschafft hat, den Hai als Monster im Kino zu etablieren. Ob es sich nun um den unsäglichen Sharknado und die immer furchtbareren Fortsetzungen handelt oder den im vergangenen Jahr recht erfolgreichen und ordentlichen The Shallows, in dem Blake Lively ganz allein den Kampf gegen einen hungrigen (sind sie das nicht immer?) Hai aufnimmt – als Symbole des Bösen und Unheimlichen funktionieren Haie nach wie vor, so auch in 47 Meters Down.

Kate und Lisa sind Schwestern, die ihren Urlaub in Mexiko verbringen, wobei Lisa den Schock überwinden muss, erst kürzlich von ihrem Freund verlassen worden zu sein, weil er sie „zu langweilig“ fand. Ein paar Jungs überzeugen die Schwestern, dass sie unbedingt mit ihnen aufs offene Meer hinausfahren müssen, wo sie dann in einem Käfig zu Wasser gelassen werden, um in einigen Metern Tiefe Riesenhaie aus nächster Nähe beobachten zu können. Auch wenn Lisa in Anbetracht des äußerst heruntergekommenen rostigen Bootes mit ebensolcher Winde samt Käfig große Bedenken hat, überzeugt sie Kate, sich auf das Abenteuer einzulassen und tolle Bilder zu machen, damit ihr Ex erkennt, dass sie alles andere als langweilig ist und eventuell zu ihr zurückkehrt. (!) Natürlich geht das schief, der Kran mit der Winde bricht ab und – siehe Filmtitel – die beiden jungen Frauen finden sich auf dem Meeresgrund wieder, mitsamt kaputtem Käfig, riesigen Haien, die sie umkreisen und immer knapper werdendem Sauerstoff…

Eine ganze Weile funktioniert der Film ganz gut, auch wenn man natürlich am Verstand der beiden Schwestern zweifeln muss, wenn sie derart unüberlegt solch ein Risiko eingehen. Andererseits tun viele Menschen viele dumme Sachen, nur damit ihr Adrenalinspiegel entsprechend steigt. Geschickt versteht es der Regisseur jedenfalls, gleich mit mehreren menschlichen Urängsten zu spielen und es gelingen ihm eine ganze Reihe von Schocks, die vor allem mit den stets präsenten, wenn auch nicht immer sichtbaren Haien zu tun haben. Doch je länger der Film andauert, desto fragwürdiger erscheinen einem die verzweifelten Versuche der Schwestern zu überleben, vor allem, weil man ahnt, dass nur ein Wunder sie retten kann, und Wunder gibt es bekanntlich nicht.

© Universum-Film

Und dann kommt DIESER Schluss, der hier natürlich nicht verraten werden soll, auch wenn er bei den meisten Zuschauern wohl nur ein verärgertes Kopfschütteln verursachen dürfte, und macht die durchaus positiven Elemente des Films vollends zunichte. Fazit? Ob Sie nun Haifreund oder Haiphobiker sind, sollten Sie doch eher zu The Shallows greifen, falls Sie den noch nicht gesehen haben.


Technische Daten DVD:

Laufzeit ca. 97 Min.
Bildformat 2,40:1 (16:9 anamorph)
Tonformat DD 5.1
Sprachen Deutsch, Englisch
Untertitel Deutsch für Hörgeschädigte

Technische Daten Blu-ray:

Laufzeit ca. 101 Min.
Bildformat 2,40:1 (1080p/24)
Tonformat DTS-HD 5.1
Sprachen Deutsch, Englisch
Untertitel Deutsch für Hörgeschädigte
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Eine Antwort zu 47 Meters Down

  1. Stepnwolf schreibt:

    Wenn die einzige Prämisse den Haitrip zu machen darin besteht, den Exfreund zu beeindrucken, funktioniert der Film schon ganz am Anfang nicht wirklich. Hätten se einfach mal nein gesagt zu nem Typen, der ‚langweilig‘ als Ausrede sieht um sich zu trennen, hätte man sich den ganzen Film sparen können. 😉

    Gefällt 1 Person

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