Drone – Tödliche Mission

Land: Kanada 2017 Regie: Jason Bourque
Mit: Sean Bean, Patrick Sabongui, Mary McCormick, Maxwell Haynes
LabelConcorde Home Entertainment Veröffentlichung: 16.11.2017 FSK: 12

Ein Beitrag unseres Hobbypiloten Julian Dax:

Nach Ethan Hawke in Good Kill (2015) und Helen Mirren in Eye In The Sky (2016) ist nun Sean Bean derjenige, der mit den Folgen eines fatalen Drohneneinsatzes konfrontiert wird.

Neil Wistin führt ein Doppelleben; sowohl für seine Frau als auch seinen Sohn ist er ein IT-Spezialist mit seltsamen Arbeitszeiten, in Wirklichkeit jedoch arbeitet er als Drohnenpilot im Auftrag der CIA. Auf den Tag genau nach einem verheerenden Einsatz in Pakistan, bei dem auch zivile Opfer zu beklagen waren, steht ein pakistanischer Geschäftsmann vor der Haustür der Familie Winstin in Washington. Angeblich interessiert er sich für das zum Verkauf stehende Segelboot des jüngst verstorbenen Großvaters, wobei jedoch zumindest dem Zuschauer von Anfang an klar ist, dass er eigentlich ganz andere Ziele verfolgt…

Im Gegensatz zu den o.a. Filmen, in denen man direkt in das jeweilige Innenleben der verantwortlichen Militärs hineingezogen und somit Zeuge wird von moralischen Verwerfungen und Gewissensqualen , bleibt die Figur, die Sean Bean in Drone verkörpert, ein relativ unbeschriebenes Blatt, denn man erfährt im Grunde nichts darüber, was er bei seinen Einsätzen empfindet. Aber auch die nur skizzierten Informationen über die familiären Verhältnisse (Ehefrau geht fremd, jüngerer Bruder wirkt distanziert, Sohn ist verschlossen) reichen bei Weitem nicht aus, um wirkliches Interesse an den Charakteren zu entwickeln. Auch wenn der Film im letzten Akt ein sich kontinuierlich steigerndes Bedrohungsszenarium aufbaut, wirkt die Auflösung des Dilemmas nicht unbedingt überzeugend.

Fazit? Wenn Sie sich für das Thema „Drohneneinsatz und wie die Verantwortlichen damit umgehen“ interessieren, besorgen Sie sich lieber Eye In The Sky. Dieser Film besticht nicht nur durch grandiose Schauspieler – neben Helen Mirren ist auch Alan Rickman in seiner letzten Rolle zu sehen – , sondern bietet neben echter Spannung und Dramatik auch wesentlich mehr Diskussionsstoff als dieser eher missratene Versuch.


Details DVD:

Laufzeit: ca. 86 Min.
Bildformat: 2,40:1 (16:9)
Ton: Deutsch DTS 5.1, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Englisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte (ausblendbar)

Details Blu-ray:

Laufzeit: ca. 90 Min.
Bildformat: 1080p High Definition 2,40:1 (16:9)
Ton: Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1, Dolby Digital 2.0,
Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte (ausblendbar)

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