Hauptsache, die Chemie stimmt – Mein Leben mit und ohne Breaking Bad

Titel: Hauptsache, die Chemie stimmt – Mein Leben mit und ohne Breaking Bad
Originaltitel
: A Life in Parts
Autor: Bryan Cranston, Johanna Wais (Übersetzung)
Verlag: S. Fischer, Oktober 2017
Umfang: 304 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-596-03442-0
Preis: 14,99 Euro, 15,50 Euro (A), E-Buch: 12,99 Euro

© Fischer-Verlag

Hand auf’s Herz: Welcher Film fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie diesen Mann mit Hut und Bart sehen? Na klar, das wird die grandiose TV-Serie Breaking Bad sein.
Doch der Hauptdarsteller Bryan Cranston war seit den 80ern in mehreren Dutzend Spielfilmen und Serien aktiv, wovon dieses Buch (bedingt) Zeugnis ablegt.

Heute erscheint die Autobiografie des Darstellers, der im Jahr 1956 geboren wurde. Cranston erzählt zunächst von Vater, Mutter und den Geschwistern. Er hatte früh Kontakt mit Film, der Papa schuf Werbefilme für eine karitative Organisation, war parallel dazu aber auch mit diversen Tätigkeiten aktiv, die Familie durchzubringen. Was schließlich scheiterte, nach Scheidung der Eltern durfte Bryan unter anderem Hühner betreuen und ihnen die Köpfe abhacken…
Pikant, aber eher uninteresant: Der Heranwachsende wurde während einer Europareise in einem Salzburger Bordell entjungfert. Originell & interessant: Cranston war dann als Wachmann tätig, während eines Einsatzes hatte er einen merkwürdigen Kontakt mit Altmeister Alfred Hitchcock.

Auszeit: Mit seinem Bruder tuckerte Bryan 2 Jahre auf Motorrädern durch die USA, war mit Michelle „Mickey“ Middleton für 5 Jahre verheiratet und probierte sich als Theaterschauspieler. Wer bis hier – immerhin die knappe Hälfte des Buches! – gelesen hat, könnte langsam (wie der Schreiber dieser Zeilen!) ungeduldig werden…

Doch dann geht es langsam los mit Film: 1983 bekam Cranston eine Rolle in Loving, einer Seifenoper. Darüber weiß der Autor viel und langatmig zu berichten, so auch in den nächsten Kapiteln, die seine Anfänge beim Film beschreiben. 1986 lernte er seine künftige Frau Robin am Set von Airwolf kennen. In der legendäre Serie Seinfeld gibt er in den 90ern einen Zahnarzt…
Richtig bekannt wird er dann schließlich durch seine Rolle in der Serie Malcolm mittendrin (2000 – 2006), deren Abschluss der 7. Staffel Bryan Cranston so beschreibt:

Ich befand mich also in einer Lage, die Schauspielern nur allzu vertraut ist: Ich war arbeitslos.   (Seite 210)

Dann schließlich der Kontakt mit Akte X-Macher Vince Gilligan. Das Drehbuch zu Breaking Bad beschreibt Cranston so:

Ich habe damals, glaube ich, nicht so ganz verstanden, was der Titel bedeutet, aber das Skript war gnadenlos gut: das beste einstündige Drama, das ich je gelesen hatte. Großartige Charakterisierungen, komplexe Plots, differenzierte Erzählelemente, Überraschungen, so dass man sich fragt: Was um Himmels Willen passiert wohl als Nächstes?   (Seite 214)

Der Rest ist Geschichte!

Mein Fazit zu Bryan Cranston: A Life in Parts (den deutschen Buchtitel sollte man schnell vergessen!): Eine vereinzelt langatmige Autobiografie, die arg langsam in die Gänge kommt. Der Autor erzählt sein Leben in kleinen, aber sehr persönlichen Häppchen, die einzelnen Kapitel haben einen Umfang von 2 bis 12 Seiten.
Wer in dieser Schauspielergeschichte großzügige Bilder erwartet, könnte enttäuscht sein: Lediglich 14 schwarz-weiße Bildchen wurden in den Text eingestreut…

Eine 12seitige Leseprobe im PDF-Format gibt es hier.


Weitere Literatur aus dem Hause Fischer finden Sie in unserer Filmbibliothek:

 

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