Guardians of the Galaxy Vol. 2

Land: USA 2017 Regie: James Gunn Mit: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Michael Rooker, Karen Gillan, Pom Klementieff, Elizabeth Debicki, Chris Sullivan, Sean Gunn, Sylvester Stallone, Kurt Russell, Nathan Fillion Label: Marvel/Disney
Veröffentlichung: 7.9.2017 FSK: 12

Ein Beitrag unseres galaktischen Wächters Julian Dax:

© Marvel Studios 2017

Natürlich war es nach dem überraschenden, weil so gar nicht erwarteten, Riesenerfolg des ersten „Guardians“-Films von 2014 absolut klar, dass eine Fortsetzung folgen muss.
Nun ist es mit Fortsetzungen so eine Sache – vor allem mit Fortsetzungen von Comicverfilmungen. Während es durchaus Beispiele für positive Entwicklungen gibt (The Dark Knight, Spider-Man 2), sind sehr viele Fans zufrieden damit, einfach noch mehr vom Selben geboten zu bekommen, wobei man „mehr“ in der Regel wörtlich verstehen darf; alles ist eben noch größer, lauter, länger, spektakulärer und oft genug leider auch redundanter als das Original.

Wieder einmal gerät die äußerst schräge Truppe in große Schwierigkeiten. Im Auftrag der Sovereign, eines goldhäutigen und arroganten Volkes, erledigen die „Wächter der Galaxis“ gleich zu Beginn auf ihre ganz spezielle Art ein aggressives Tentakelmonster, musikalich untermalt von ELO´s „Mr. Blue Sky“, zu dem Baby Groot – der heimliche Star des Films – eine coole Tanzeinlage liefert. Leider ziehen sie sich danach den Zorn ihrer Auftraggeber zu, die sie bis zum Ende des Filmes jagen, und alles nur, weil sich Rocket Raccoon wieder einmal danebenbenimmt. Zudem bekommen sie es auch noch mit den bereits aus dem ersten Teil bekannten Ravagers zu tun, mitsamt deren Anführer Yondu, Peter Quills Pflegevater. Doch auch sein leiblicher Vater in Gestalt von Kurt Russell tritt in Erscheinung, wobei man sich schon fragen darf, ob man einem Wesen, das sich „Ego“ nennt und sogar über einen gleichnamigen eigenen Planeten verfügt, tatsächlich trauen kann…

© Marvel Studios 2017

Fans des ersten Films dürfen aufatmen, denn sie bekommen auch in diesem Fall genau das geboten, was sie erwarten; ein nahezu pausenloses Actionfeuerwerk mit ausgeprägtem Hang zu maßlosen Übertreibungen. Man kann sich gut vorstellen, dass ganze Heerscharen von Trickspezialisten unzählige Überstunden geleistet haben, wobei man jeden Cent auf der Leinwand bzw. dem Bildschirm erkennen kann. Dazu kommen noch die üblichen selbstrefereziellen pophistorischen Anspielungen (David Hasselhoff!!!) sowie eine ebenfalls im ersten Film erprobte Mischung aus bekannten und weniger bekannten Hits aus den Siebzigern und Achtzigern. Soweit, so vertraut.
Neu allerdings ist eine Überbetonung von Familienwerten; nicht nur Peter „Star-Lord“ Quill wird mit einer äußerst bitteren Wahrheit in Bezug auf seine Eltern konfrontiert, auch die beiden verfeindeten Schwestern Gamora und Nebula erkennen den wahren Grund ihrer gegenseitigen Abneigung. Auf jeden Fall verleihen diese stellenweise fast schon an Gruppentherapie gemahnenden Szenen mitsamt dem unerwarteten Opfertod einer wichtigen Figur dem Film eine eigenartig sentimentale und pathetische Note, die nicht so recht zum restlichen übermütigen und witzigen Grundton zu passen scheint. Und mit etwa 130 Minuten Laufzeit – inklusive eines Nachspanns mit insgesamt fünf (!) zusätzlichen Szenen – ist der Film wieder einmal zu lang geraten.

Was auch immer Regisseur James Gunn für den unvermeidlichen dritten Teil plant – ein paar wirklich innovative Ideen sind mehr als angebracht und wünschenswert.


TECHNISCHE INFOS DVD

Lauflänge: 130 Minuten
Bildformat: 2,39:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte

TECHNISCHE INFOS BLU-RAY

Lauflänge: 136 Minuten
Bildformat: 2,39:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: DTS-HDHR 5.1
Englisch: DTS-HDMA 7.1
Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
• Bonus-Runde: Making-Of Guardians of the Galaxy Vol. 2
• Guardians Inferno
• Musikvideo
• Pannen vom Dreh
• Zusätzliche Szenen
• Film-Intro & Audiokommentar von Regisseur James Gunn

TECHNISCHE INFOS 2D & 3D

Lauflänge: 136 Minuten
Bildformat: 2,39:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: DTS-HDHR 5.1
Englisch: DTS-HDMA 7.1
Italienisch: DTS Digital Sourround 5.1
Französisch: DTS-HR 5.1
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Italienisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
• Bonus-Runde: Making-Of Guardians of the Galaxy Vol. 2
• „Guardians Inferno“ – Musikvideo
• Pannen vom Dreh
• Zusätzliche Szenen
• Film-Intro & Audiokommentar von Regisseur James Gunn

TECHNISCHE INFOS 4K

Lauflänge: 136 Minuten
Bildformat: 2,39:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital plus 7.1
Englisch: Dolby Digital plus 7.1
Französisch: Dolby Digital plus 7.1
Spanisch: Dolby Digital plus 7.1
Japanisch: Dolby Digital plus 7.1
kanadisches Franz. Dolby Digtial 5.1
Untertitel:
Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch für Hörgeschädigte, kanadisches Französisch, Japanisch, Kantonesisch, traditionelles Chinesisch
Bonusmaterial:
• Bonus-Runde: Making-Of Guardians of the Galaxy Vol. 2
• „Guardians Inferno“ – Musikvideo
• Pannen vom Dreh • Zusätzliche Szenen
• Film-Intro & Audiokommentar von Regisseur James Gunn

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3 Antworten zu Guardians of the Galaxy Vol. 2

  1. Olinator schreibt:

    Sehr schön ausgewogene Darstellung. Die an dem Film bemängelten Aspekte haben zugegebenermaßen auch mich gestört (das Wort „Gruppentherapie“ trifft es wirklich gut; das Konzept „Ernst im Spaß“ wurde doch etwas krampfig umgesetzt, sozusagen stets bemüht). Da der Film aber wirklich sehr unterhaltsam war, gestehe ich ihm die paar Abstriche gerne zu. Der dritte Teil wiederum wird hoffentlich mit einem geschlosseneren Konzept zu erfreuen wissen, zumal der seelische Ballast aus der autobiografischen Historie der Helden angesichts der nachweislich nutzbaren vielfältigen Möglichkeiten für gegenwartsbezogene Handlung weder interessant noch nötig sind (und natürlich müssen es immer die Vertreter humanoider Spezies sein, die mit sowas nerven… Baby Groot und Rocket brauchen doch auch keinen Psychiater). Oder kürzer: Man kann ruhig auch mal der Oberflächlichkeit gegenüber der Tiefe den Vorzug geben, wenn sie besser zum Rest passt.

    Gefällt 1 Person

  2. Wortman schreibt:

    Den letzten Satz unterschreibe ich auch 🙂
    War nettes Actionfeuerwerk aber wirklich überzeugen konnte der Film mich nicht. Der blieb weit hinter dem ersten Film zurück.

    Gefällt mir

  3. ainu89 schreibt:

    Also ich seh das ein wenig anders…ich fand es sehr angenehm, dass Gunn den Figuren eine Entwicklung zukommen lassen will und nicht immer alle nur lustig oder grummlig drauf sind! Auch fand ich nicht das die ernsteren Szenen unpassend wirkteb sondern eher realistisch weil man auch im echten Leben manchmal mit emotionalen Situationen konfrontiert ist und trotzdem dann nicht andauernd nur am Heulen und schlecht gelaunt ist – somit ist ein Wechsel zwischen nachdenklich und fröhlich nicht so weit hergeholt.
    Ich würde wenn dann eher als kleines Manko nennen, dass mich die emotionalen Momente nicht immer ganz erreichen konnten weil sie teilweise zu abrupt eingeleitet wurden (vor allem der Tod am Ende bot im Vorfeld zu wenig gemeinsame und erläuternde Momente, um tatsächlich so tief unter die Haut zu gehen wie sicherlich beabsichtigt).

    Gefällt 1 Person

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