Black Butterfly – Der Mörder in mir

Land: Spanien/Italien/Kanada/USA 2017
Regie: Brian Goodman
Mit: Antonia Banderas, Jonathan Rhys Meyers, Piper Perabo
Label
: Eurovideo
Veröffentlichung: 17.8.2017
FSK: 16

Ein Beitrag unseres Schmetterlingsforschers Julian Dax:

© Eurovideo

Es gibt Thriller, die wirklich clever sind, doch leider auch welche, die nur so tun, in Wirklichkeit aber lediglich das Publikum an der Nase herumführen – um einen gröberen Ausdruck zu vermeiden. Zur letzteren Sorte gehört Black Butterfly.

Der Schriftsteller Paul (Antonio Banderas) hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt: Karriere weg, Geld weg, Frau weg, dafür jedoch eine massive Schreibblockade sowie eine noch massivere Alkoholsucht. Immerhin zeigt sich ein kleiner Silberstreifen am Horizont, als er feststellt, dass die attraktive Maklerin, die er mit dem Verkauf seines einsam gelegenen Häuschens beauftragt hat, ein gewisses Interesse an ihm zeigt.
In einem Lokal gerät er in Streit mit einem Trucker, den er kurz davor auf der Landstraße rasant überholt und beleidigt hat, und es ist nur dem Eingreifen eines Fremden zu verdanken, dass die Situation nicht weiter eskaliert. Als Paul bei der Heimfahrt eben diesen Fremden mitnimmt, der sich als Jack (Jonathan Rhys Meyers) vorstellt, und ihm anbietet, für ein paar Tage in seinem Häuschen zu bleiben, geraten die Dinge zunehmend außer Kontrolle, und ein äußerst undurchsichtiges Katz-und-Maus-Spiel beginnt…

© Eurovideo

Wie man bereits dieser knappen Inhaltangabe entnehmen kann, beginnt Black Butterfly – übrigens ein Remake des französischen Films „Papillon Noir“ – wie ein Kammerspiel, denn es gibt im Wesentlichen nur einen Schauplatz und nur zwei Protagonisten. Und da beide Darsteller gut sind, macht es eine Weile sogar Spaß, ihnen zuzuschauen und Mutmaßungen anzustellen, in welche Richtung sich das Ganze wohl entwickelt, zumal da auch noch die Sache mit einem mehrfachen Mörder im Hintergrund mitspielt, dem bereits vier Frauen zum Opfer gefallen sind. Natürlich benimmt sich Jack verdächtig, auch wenn er sich im Hause nützlich macht und die heruntergekommene Bruchbude wieder auf Vordermann bringt und Paul sogar zum Schreiben motiviert und inspiriert.
Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto abstruser und unlogischer entwickelt sie sich, und an dieser Stelle kann man eigentlich nichts mehr schreiben, ohne wesentliche Details zu verraten. Natürlich gibt es irgendwann eine so nicht vorhersehbare Wendung, doch die ist derart an den Haaren herbeigezogen, dass man sich als Zuschauer völlig verarscht vorkommt. (Jetzt hilft wirklich nur noch der o.a. gröbere Ausdruck!).
Doch leider war den Filmemachern diese bereits durch und durch ärgerliche Auflösung immer noch nicht genug, und so gibt es, nach einer kurzen Abblende, eine weitere „Überraschung“, die das Fass vollends zum Überlaufen bringt und selbst dem gutwilligsten Zuschauer davon überzeugt, dass er wieder einmal 90 Minuten seines Lebens völlig sinnlos vergeudet hat. Ärgerlich!!!


Technische Daten DVD:

Spielzeit: 89 min.
Audio (Deutsch): DD 5.1
Audio (Sonstige): Englisch Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 anamorph
Seitenformat: 2,40:1
Special-Features: Hinter den Kulissen; Interviews

Technische Daten Blu-ray:

Spielzeit: 92 min.
Audio (Deutsch): DTS-HD Master Audio 5.1
Audio (Sonstige): Englisch DTS-HD Master 5.1
Bildformat: HD 1080/24p (16:9)
Seitenformat: 2,40:1
Special-Features: Hinter den Kulissen; Interviews
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