HEARTLAND – Der US-amerikanische Südwesten im Film

Buchtitel: HEARTLAND – Der US-amerikanische Südwesten im Film
Autor: Robert Lorenz
Verlag: epubli, Juni 2017
Umfang: Softcover, 224 Seiten
ISBN: 978-3-7450-8259-3
Preis: 12.80  Euro

Ein Beitrag unseres Mitguckers Julian Dax:

Staubige Straßen, fruchtbare Felder, flach bebaute Kleinstädte, aber auch die unendliche Wildnis der Berge und Prärie: All das gehört zum Heartland der Vereinigten Staaten von Amerika. Gemeint ist eine Region, für die keine allgemeingültige Definition existiert, die keine amtlichen Grenzen hat, die mehr vage Assoziation denn konkrete Geografie ist. Manche sprechen deshalb auch schlicht vom „Südwesten“ (…), einem Gebiet, das in seiner Breite ungefähr 2.000 Meilen umspannt, zwischen dem Continental Divide im Westen und dem Mississippi im Osten. Darin liegen die Staaten, die unweigerlich beim Gedanken an die USA aufkommen.

Soweit der Autor des kleinen Filmkompendiums, in dem er sich mit dem für viele „typischen“ Amerika beschäftigt, und zwar in Form diverser thematisch völlig unterschiedlicher Filme, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie in eben dieser Region angesiedelt sind. In vier Kapiteln (Der alte Westen, Die große Depression, Verspätete Moderne und Amerikanische Träume) stellt Robert Lorenz auf 200 Seiten insgesamt 30 Filme vor, die für ihn quasi die Quintessenz des „American Way of Life“ darstellen, wobei er selbst einschränkend darauf hinweist, dass sämtliche Filme „eine völlig willkürliche Auswahl“ darstellen. Dabei muss man dem Autor jedoch unbedingt bescheinigen, bei den von ihm ausgesuchten Filmen eine ausgesprochen glückliche Hand bewiesen zu haben.

Von Jeremiah Johnson von Sidney Pollack mit Robert Redford in der Titelrolle, einem Film, der äußerst gründlich mit der Romantik des Lebens in der Wildnis aufräumt, über Elmer Gantry, der sich auf höchst unterhaltsame Art und Weise mit dem nach wie vor aktuellen Thema der menschlichen Verführbarkeit beschäftigt und eine grandiose Leistung von Burt Lancaster bietet, bis hin zu Nashville, über den es heißt: „Robert Altmans Film ist nicht nur eine subtile Entromantisierung des ´Country-Business´, einer der kommerziell wichtigsten Branchen der Vereinigten Staaten, die quasi den Heartland – Soundtrack produziert, sondern auch ein entlarvender Blick in die amerikanische Seele.“

Wer also schon immer nach Erklärungen gesucht hat für bestimmte, vor allem uns Europäern eher fremde und unverständliche Denkmuster und Verhaltensweisen, kann sich in dem ebenso kurzweiligen wie anregenden Buch informieren und vielleicht sogar den einen oder anderen Film (wieder) anschauen. Und für ganz Ungeduldige gibt es im Anhang auf 20 Seiten auch noch Kurzbesprechungen aller vorgestellten Filme in alphabetischer Reihenfolge.
Das Einzige, was man vermisst, sind Abbildungen von Filmplakaten bzw. Filmfotos. Sie würden den schmalen Band enorm aufwerten, waren dem kleinen Verlag aber wohl zu teuer.

  • Die Webseite zum Buch finden Sie hier.
  • Eine Leseprobe mit Verzeichnis aller besprochenen Filme im PDF-Format hier.
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2 Antworten zu HEARTLAND – Der US-amerikanische Südwesten im Film

  1. Pingback: Heartland. Der US-amerikanische Südwesten im Film | Filmkuratorium

  2. ainu89 schreibt:

    Hab mich auch schon mit dem Autor in Verbindung gesetzt und werde somit hoffentlich auch blad in Genuss dieser Lektüre kommen ;-)!

    Gefällt 1 Person

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