Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

Originaltitel: Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales
Land
: USA 2017
Laufzeit: 128 min
Regie: Joachim Rønning & Espen Sandberg
Mit: Johnny Depp, Javier Bardem, Brenton Thwaites, Kaya Scodelario, Kevin R. McNally, Golshifteh Farahani, David Wenham, Stephen Graham, Orlando Bloom, Geoffrey Rush
Kinostart: 25.5.2017

Ein Beitrag unseres Klabautermanns Julian Dax:

© Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Was haben Filme wie Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln, Mortdecai – Der Teilzeitgauner, Transcendence und Lone Ranger gemeinsam? Richtig! Alle waren teure bis sehr teure Flops, in allen spielte Johnny Depp die Hauptrolle. Nun soll es also Salazars Rache richten und den in Ungnade gefallenen Schauspieler wieder in den Status eines Kassenmagneten erheben. Ob das gelingt, bleibt allerdings abzuwarten.

Zum nunmehr fünften Mal schlüpft Depp in das Kostüm von Jack Sparrow, dem ebenso unverwüstlichen wie trinkfesten Piraten und – so viel sei verraten – auch diesmal erwartet die Zuschauer jene seit Stummfilmtagen nicht mehr derart hemmungslos inszenierte Mischung aus Slapstick und Action.

Im Prolog zu Salazars Rache lernt man zunächst einen kleinen Jungen kennen namens Henry Turner. Er ist der Sohn von Will Turner, den wieder Orlando Bloom in einem Kurzauftritt geben darf. Um den Vater von einem schrecklichen Fluch zu erlösen, begibt sich der Junge, Jahre später zu einem ansehnlichen  Jüngling herangewachsen, auf die Suche nach dem legendären Dreizack des Poiseidon, dessen Besitz es ermöglicht, sämtliche maritime Flüche rückgängig zu machen. Dann wird es unübersichtlich, sehr unübersichtlich: Henry trifft auf Jack Sparrow, der gerade im Begriff ist, eine Bank auszurauben und auf die hübsche Mathematikerin (!) und Astronomin (!) Carina Smyth, im weiteren Verlauf bekommen sie es sowohl mit britischen Soldaten als auch mit Geisterpiraten unter Führung von Kapitän Salazar zu tun, und Kapitän Barbossa (mitsamt Äffchen!) tritt auch noch in Erscheinung und trägt gegen Ende sogar zur Auflösung eines Geheimnisses bei.

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Aber sind wir doch mal ehrlich: Wer erwartet eigentlich von einem Film aus dieser Reihe so etwas wie Logik, Sinn, Zusammenhang? Die Dinge passieren eben, weil sie die Drehbuchautoren eben so und nicht anders zu Papier gebracht haben, wobei sie sich streng an die Zutaten der Vorgängerfilme halten, die da sind: spektakuläre Actionsequenzen, unerklärliche Phänomene, eine angedeutete Romanze und mittendrin Jack Sparrow, der im wahrsten Sinne des Wortes durch die Szenerie stolpert, ohne so recht zu wissen, was um ihn herum so alles geschieht.

Immerhin gelingt es den beiden norwegischen Regisseuren, die bereits mit Kon-Tiki bewiesen haben, dass sie mit Wasser keine Probleme haben, den Film nicht unter der Last seiner Spezialeffekte zu begraben; im Vordergrung stehen größtenteils die Figuren, wobei natürlich auf Darsteller wie Javier Bardem oder Geoffrey Rush immer Verlass ist. Und auch bei den Actionszenen ist dem Film mindestens ein wahres Kabinettstückchen gelungen. (Stichwort: Jack Sparrow und die Guillotine!), eine Sequenz, die man sich wohl auf DVD immer und immer wieder anschauen wird. Und die Geisterpiraten in ihren verschiedenen Formen der Auflösung hat man so noch nicht gesehen – man achte einfach einmal auf Javier Bardems Haare! Dennoch verblüfft am meisten ein um ca. 30 Jahre verjüngter Johnny Depp in einer Rückblende, die Salazars Rachegelüste gegenüber Sparrow erklärt. Im Gegensatz zur „verjüngten“ Carrie Fisher in der letzten Szene von Rogue One überzeugt der junge Johnny Depp absolut!

Man darf demnach gespannt sein, ob Salazars Rache Johnny Depp vom „Kassengift-Fluch“ erlöst oder ein weiterer immens teurer Flop wird. Immerhin ist die Rede von über 300 Millionen Dollar Produktionskosten!

P.S. Zuschauern, die es immer sehr eilig haben und das Kino noch während der letzten Szene verlassen, sei ausdrücklich empfohlen, den Abspann auszusitzen, denn danach folgt noch eine Szene, die auf eine weitere Fortsetzung hindeutet. Ach ja, und achten Sie bei der Kerkerszene auf den Gefangenen, der sich beklagt, seine tägliche Ration Schläge noch nicht erhalten zu haben; er war einmal Mitglied der bekanntesten Band der Welt…

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2 Antworten zu Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

  1. Wie … du bist weder reich, jung oder schön? So ein Mist ;)!! LG Katja.

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Kritik: Pirates of the Caribbean – Salazars Rache – filmexe

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