Humanoid – Der letzte Kampf der Menschheit

Originaltitel: Humanoid
Land
: USA 2016
Regie: Joey Curtis
Mit: Anne-Solenne Hatte, Kelcey Watson, Paul Sidhu, Branden Coles, Arielle Holmes
Label: Ascot Elite Home Entertainment
Veröffentlichung: 19.6.2017
FSK: 16

Ein Beitrag unseres Cyborgspezialisten Julian Dax:

© Ascot Elite

Beim Anschauen von Horror- und Science Fiction-Filmen jüngster Zeit beschleicht einen immer häufiger der Eindruck, alles, aber auch wirklich alles so oder ähnlich, vor allem aber wesentlich besser längst schon gesehen zu haben. Das war erst kürzlich der Fall bei The Void, wo sich die Filmemacher eindeutig bei Lucio Fulci, aber auch John Carpenter (Prince Of Darkness) bedient haben – freilich ohne auch nur annähernd deren Qualität zu erreichen, wobei Carpenters Film ohnehin zu seinen schwächeren Werken gehört.

Und das ist auch jetzt der Fall bei Humanoid – Der letzte Kampf der Menschheit. Nicht immer lügen die auf der Hülle abgedruckten Lobpreisungen, denn in diesem Fall trifft „Mad Max trifft Blade Runner in einer zu Eis erstarrten Welt!“ den Nagel ziemlich genau auf den Kopf.

Man schreibt das Jahr 2307. Die Erde ist zu einer unbewohnbaren Eiswüste mutiert, die wenigen überlebenden Menschen – Tiere gibt es keine mehr – haben sich in unterirdische Anlagen verkrochen. Für die Drecksarbeit haben Wissenschaftler hochintelligente und äußerst widerstandsfähige künstliche Menschen erschaffen, die eines Tages rebellieren. Ein kleiner Elitetrupp unter der Führung von Commander Bishop muss an die Oberfläche, um vor allem den Anführer der Rebellion, einen gewissen ASH-393 zur Strecke zu bringen. Und mit diesem künstlichen Menschen ist Bishops Existenz auf ganz besondere Art verbunden…

Natürlich hatten die Filmemacher nicht besonders viel Geld zur Verfügung, und das sieht man vor allem den Spezialeffekten an, doch da diese nicht im Vordergrund stehen und zudem auch relativ sparsam eingesetzt werden, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Auch die durchweg unbekannten Darsteller sind nicht unbedingt Anwärter für den Oscar. Natürlich sind ihre Figuren wandelnde Klischees, wobei es immerhin verwundert, dass die einzige Frau unter den Elitesoldaten besonders fies gezeichnet ist und dazu auch noch ständig aus Hitlers „Mein Kampf“ zitiert. Dafür kann Humanoid jedoch mit einer grandiosen Schnee- und Eislandschaft aufwarten, die von der Kamera entsprechend effektiv ins Bild gerückt wird.

© Ascot Elite

Immerhin fällt der Schluss des Films etwas aus dem Rahmen und bietet eine Wendung, die man so nicht unbedingt erwartet hätte, auch wenn man nur hoffen kann, dass sich der Drehbuchautor bei den Verantwortlichen von Blade Runner zumindest mit einem riesengroßen Geschenkkorb bedankt hat…

So bleibt unterm Strich ein typischer B-Film, den man sich als Genrefan aufgrund seiner soliden Machart durchaus anschauen kann.


Details DVD:

  • Laufzeit: ca. 98 Minuten
  • Bildformat: 2,39:1 (16:9 anamorph)
  • Ton: DD 5.1
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Bonusmaterial: Originaltrailer, Trailershow, Deleted Scenes

Details Blu-ray:

  • Laufzeit: ca. 102 Minuten
  • Bildformat: 2,39:1 (1080p/24)
  • Ton: DTS-HD 5.1 Master Audio
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Bonusmaterial: Originaltrailer, Trailershow, Deleted Scenes
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