The Void

Land: USA 2016
Regie: Jeremy Gillespie, Steven Kostanski
Mit: Aaron Poole, Kenneth Welsh, Daniel Fathers
Label: Ascot Elite Home Entertainment
Veröffentlichung: 19.6.2017
FSK: 16

Ein Beitrag unseres Horrorspezialisten Julian Dax:

© Ascot Elite

Schlägt man im Wörterbuch nach, so findet sich unter „void“ die Übersetzung „Leere“. Nach dem Anschauen des gleichnamigen Films, auf der Hülle vollmundig als „großartig, gnadenlos, einzigartig“ angepriesen, kommt der Rezensent beinahe zwangsläufig zu dem Schluss, mit dem Titel soll der Geisteszustand der Macher benannt werden, denn was da geboten wird, spottet im Grunde jeder Beschreibung.

Vielleicht erinnern sich ältere Fans noch an diverse italienische Horrorfilme aus den Siebzigern, Filme von Regisseuren wie Lucio Fulci oder Dario Argento. So etwas wie eine nacherzählbare Handlung, nachvollziehbare Ereignisse oder gar wenigstens halbwegs logische Erklärungen suchte man da zwar auch schon vergeblich, doch immerhin gelang es Dario Argento mit Filmen wie Suspiria oder Opera visuell äußerst opulente und beeindruckende Werke zu schaffen, die den Zuschauer so sehr in Beschlag nahmen, dass er gewillt war, Logik außen vor zu lassen.

Die oben erwähnten Elemente nun gibt es auch in The Void nicht einmal ansatzweise, wobei man das eventuell ebenfalls leichter verschmerzen würde, wäre die Optik des Films wenigstens erwähnenswert. Doch das ist nicht der Fall. Da die Filmemacher nur begrenzte finanzielle (und sonstige!) Mittel zur Verfügung standen, spielen die meisten Szenen im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln, was nicht nur mühsam für die Augen des Betrachters ist, sondern – zusammen mit der nervtötend lauten Tonspur – an eine Fahrt mit der Geisterbahn erinnert; mit dem Unterschied, dass diese nicht so lange dauert.
Und als ob die Abwesenheit von so etwas wie einem Inhalt im eigentlichen Sinne nicht genügt, wird dem Ganzen auch noch eine gehörige Portion esoterischen Unfugs aufgepfropft, was dem Zuschauer, der sich der Tortur bis zum Schluss ausgesetzt hat, die berühmte „WTF-Frage“ abnötigt. (Für Nichteingeweihte: „What the fuck???“)

© Ascot Elite

Um abschließend den weiteren Lobpreisungen auf der Hülle doch noch etwas Gerechtigkeit widerfahren zu lassen: „Nervenzerfetzend“ ist The Void in der Tat, doch bekanntlich lässt sich dieser Begriff so oder so interpretieren…


Details DVD:

Laufzeit: ca. 87 Minuten
Bildformat: 2,39:1 (16:9 anamorph)
Ton: DD 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Originaltrailer, Trailershow

Details Blu-ray:

Laufzeit: ca. 91 Minuten
Bildformat: 2,39:1 (1080p/24)
Ton: DTS-HD 5.1 Master Audio
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Originaltrailer, Trailershow

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