Doctor Strange

Land: USA 2016
Regie: Scott Derrickson
Mit: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams, Mads Mikkelsen, Tilda Swinton, Benedict Wong, Michael Stuhlbarg, Benjamin Bratt, Scott Adkins
Label: Disney
Veröffentlichung: 9.3.2017

Ein Beitrag von Julian Dax:

© MARVEL

Dr. Stephen Strange war ein brillianter Chirurg, bis ein Autounfall seine Hände zertrümmerte. In Tibet bittet er The Ancient One, den ersten obersten Zauberer, um Hilfe und wird, ohne es zu wollen, dessen Nachfolger und damit Beschützer der Erde gegen okkulte Bedrohungen (…)

Soweit die Kurzbeschreibung der Figur aus dem „Lexikon der Superhelden“ des Marvel-Universums, die wohl sämtliche Vorurteile von Leuten bestätigt, die Superhelden für läppischen Kinderkram halten. Doch was soll man sagen? Doctor Strange fällt aus der mittlerweile beinahe unüberschaubaren Menge von Superheldenfilmen aufgrund durchaus als innovativ zu bezeichnenden Elemente heraus.

Zunächst einmal kann man guten Gewissens behaupten, keine einzige Comicverfilmung bisher habe ein derart hochkarätiges Ensemble versammelt. Nicht nur Benedict Cumberbatch in der Titelrolle ist eigentlich immer sein Geld wert, auch seinen Mitspielern gelingt es, den Zuschauer den im Grunde mehr als albernen Plot vergessen zu machen, denn man schaut diesen Künstlern einfach gerne bei ihrer Arbeit zu.

Handlungsmäßig geht es wieder einmal um eine globale Bedrohung von wahrhaft kosmischen Ausmaßen, und wieder einmal muss ein Einzelner sich dieser Bedrohung stellen und die Menschheit retten. Was diese abgedroschene Formel diesmal jedoch genießbar macht, ist der von Anfang an erkennbare witzige Unterton, der dem Zuschauer quasi ständig zuzwinkert, man möge doch das Ganze nur nicht allzu ernst nehmen.

Natürlich steht und fällt ein Superheldenfilm mit seinen Spezialeffekten, und auch in dieser Beziehung kann Doctor Strange punkten. Zwar erfindet Regisseur Scott Derrickson nicht das Rad neu – den „Zusammenfalteffekt“ kennt man bereits aus Christopher Nolans „Inception“ – aber er fasziniert auch noch ein zweites Mal, und die psychedelisch-trippigen Actionsequenzen gegen Ende des Films rechtfertigen endlich einmal den exzessiven Computereinsatz, vor allem, weil sie die Augen des Zuschauers nicht strapazieren, sondern belohnen, sogar auf dem Fernsehschirm, auch wenn „Doctor Strange“ seine volle Wirkung erst in einer 3-D Projektion in einem IMAX-Kino entfalten kann.

Abschließend noch ein kleiner Tipp für all die Zuschauer, die nach den ersten Sekunden des Abspanns aus dem Kino flüchten bzw. das Gerät ausschalten: Inzwischen hat es sich wohl herumgesprochen, dass im bzw. nach dem Abspann von Marvelfilmen noch eine Szene folgt, die meist einen kurzen Ausblick auf eine mögliche Fortsetzung bietet. Im Fall von Doctor Strange sind es gleich zwei solche Szenen, und zumindest eine davon („Too many sorcerers!“) kommt doch relativ überraschend.

Technische Daten DVD:

Lauflänge: 110 Minuten
Bildformat: 2,39:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1, Italienisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Türkisch, Italienisch, Griechisch, Englisch für Hörgeschädigte

Technische Daten Blu-ray:

Lauflänge: 115 Minuten
Bildformat: 2,39:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: DTS-HD HR 5.1, Englisch: DTS-HD MA 7.1, Ital.: DTS Digital Surround 5.1
Untertitel: Deutsch, Italienisch, Griechisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
• Featurettes
• Marvel Studios Phase 3
• Team Thor: Teil 2
• Zusätzliche und erweiterte Szenen
• Gags vom Dreh
• Audiokommentar

Technische Daten 2D & 3D Edition Steelbook:

Lauflänge: 115 Minuten
Bildformat: 2;39:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: DTS-HD HR 5.1, Englisch: DTS-HD MA 7.1, Ital.: DTS Digital Surround 5.1
Untertitel:Deutsch, Italienisch, Griechisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
• Featurettes
• Marvel Studios Phase 3
• Team Thor: Teil 2
• Zusätzliche und erweiterte Szenen
• Gags vom Dreh
• Audiokommentar

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3 Antworten zu Doctor Strange

  1. Samuel David Herr schreibt:

    Julian Dax? Ist das der Sohn von Ezri und Bashir?

    YES, I MISS DS9. SO FUCKING WHAT?!

    Hier ist mein Review zu „Doctor Strange“.

    Dem bösen Riesenbaby ihm sein Universum existiert „jenseits von Zeit“, richtig?

    Wie kann Sherlock Khan in einer Dimension ohne Zeit ne Zeitschleife generieren?
    Is wie Feuer anmachen im Vakuum.

    Dusseliger Kumquatsch.

    Aber nett anzusehn und kurzweilig. Marvel halt.

    Wenn „Guardians Of The Galaxy“ das „Farscape“ des MCU darstellt, dann ist „Doctor Strange“ dessen „Harry Potter“.

    Für diese extremst nerdige Analyse will ich die Hornbrille in Gold!

    Mein Leben ist verwirkt.

    Das war mein Review zu „Doctor Strange“.
    Man kann mich buchen zu Hochzeiten und Todesfällen.

    Gefällt 4 Personen

  2. Pingback: Kritik: Doctor Strange – filmexe

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