Kommissar Beck – Staffel 5.2

Land: Deutschland/Schweden 2015
Regie: Marten Klingberg, Stephan Apelgren
Laufzeit: 354 Minuten
Bild: PAL 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Schwedisch, Dt. Untertitel für Hörgeschädigte
Mit: Peter Haber, Mikael Persbrandt, Ingvar Hirdwall, Rebecka Hemse
Label: edel:motion
Veröffentlichung: 11.11.2016
FSK: 12

Ein Beitrag unseres langjährigen Kriminologen Julian Dax:

beck5-2-cover

© Edel:Motion

Fans von Kommissar Martin Beck, Hauptfigur der schwedischen Krimiserie Beck müssen jetzt ganz tapfer sein, denn mit der zweiten Hälfte der fünften Staffel der langlebigen (seit 1997!) Reihe, wiederum aus vier 90 Minuten langen abgeschlossenen Filmen bestehend, scheint sich unser Lieblingsmelancholiker unter den Fernsehkommissaren endgültig zu verabschieden. Ohnehin mussten sich die deutschen Fans zwischen den letzten beiden Staffeln geschlagene sechs Jahre gedulden und mit Wiederholungen trösten, bevor die erste Hälfte der jetzigen Staffel Ende 2015 im ZDF lief. Peter Haber und Mikael Persbrandt sind mittlerweile auch international derart  beschäftigt – letzterer z.B. sogar in der „Hobbit“-Trilogie – dass ein gemeinsames Zeitfenster für eine doch relativ zeitaufwändige Serienstaffel immer schwieriger wurde.

Doch nun liegt das Endergebnis  auch auf DVD vor, und was ich bereits über den ersten Teil der Abschlussstaffel geschrieben habe, trifft auch ohne jegliche Einschränkung auch auf die letzten vier Fälle zu, auch wenn es gewisse Veränderungen gegeben hat: Nach wie vor ist es den Autoren wichtig, die Wirklichkeit im heutigen Schweden darzustellen, anstatt sich in irgendwelchen abstrusen und an den Haaren herbei gezogenen Fantastereien zu verlieren, wobei man den Eindruck gewinnt, die auch bisher schon relativ spärlichen Actionsequenzen seien noch weiter zurückgefahren worden. Im Mittelpunkt der einzelnen Filme steht, wie gewohnt, die mühselige Polizeiarbeit, oft genug von Fehlschlägen und menschlichen Unzulänglichkeiten der Ermittler begleitet und erschwert.

© Edel:Motion

Und was die bereits erwähnten „gewissen Veränderungen“ betrifft, so ist es wohl nicht unbedingt ein Spoiler, wenn man verrät, dass sich der Zuschauer von einer vertrauten und lieb gewonnenen Figur für immer verabschieden muss, denn erstens lief die Folge bereits vor wenigen Wochen im ZDF und zweitens trägt sie den Titel „Schüsse auf Gunvald“ wobei die Anschlussfolge auch noch „Der Neue“ heißt. Gespielt wir der Halbnorweger Steinar Hovland äußerst engagiert von Kristofer Hivju, der die Aufgabe, eine überaus populäre Figur auf den letzten Metern noch ersetzen zu müssen, mit Bravour meistert. Zum Glück haben die Drehbuchautoren davon abgesehen, eine Art von Larsson-Klon zu erschaffen, sondern mit diesem wild wirkenden Wikinger-Typ – samt langer roter Mähne und ebensolchem Bart – bereits rein optisch einen ganz andere Figur kreiert. Die einzige Parallele zu seinem Vorgänger besteht darin, sich auch einmal über Anordnungen seines äußerst glatten Vorgesetzten Klas Fredén (gewohnt schmierig: Jonas Karlsson) großzügig hinweg zu setzen.

So findet denn mit der Folge „Zahltag“ eine absolute Ausnahmeserie ihren furiosen Abschluss, der vermutlich alle Fans noch eine Weile beschäftigen wird. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten…

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