Jack Reacher – Kein Weg zurück

Originaltitel: Jack Reacher – Never go Back
Land: USA/China 2016
Laufzeit: 118 min
Regie: Edward Zwick
Mit: Tom Cruise, Cobie Smulders, Aldis Hodge, Robert Knepper, Danika Yarosh, Holt McCallany, Austin Hébert
Kinostart: 10.11.2016

Ein Beitrag unseres schlagkräftigen Geheimagenten Julian Dax:

© 2015 PARAMOUNT PICTURES. ALL RIGHTS RESERVED.

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Noch bevor die erste Verfilmung der mittlerweile auf 19 Bände angewachsenen Buchreihe von Lee Child im Jahre 2012 die Leinwand erreichte, gab es unter den Millionen von Lesern weltweit große Bedenken und massive Proteste bis hin zu Boykottaufrufen, noch bevor irgendjemand auch nur eine einzige Szene des Filmes gesehen hatte. Der Grund? Ausgerechnet der eher schmächtige und nicht besonders stattliche Tom Cruise sollte Jack Reacher spielen, den knapp zwei Meter großen und ca. 120 Kilo schweren Ex-Major der Militärpolizei. Unter dem simplen Titel JACK REACHER verfilmte Christopher McQuarrie den Roman „One Shot“, der bereits der neunte Band der Reihe ist und in Deutschland unter dem Titel „Sniper“ veröffentlicht wurde. Trotz der o.a. Bedenken wurde der Film von Publikum und Presse insgesamt positiv aufgenommen; die Geschichte hat Hand und Fuß, die Actionszenen sind nicht zu überzogen und erinnern bisweilen an die Jason Bourne-Filme und Werner Herzog persönlich spielt Reachers Widersacher. Auf jeden Fall war der Film so erfolgreich, dass eine Fortsetzung praktisch unvermeidlich war.

Diese Fortsetzung liegt nun unter dem Titel JACK REACHER – KEIN WEG ZURÜCK vor. Regie führt diesmal Edward Zwick, produziert hat, wie bereits den ersten Film, Tom Cruise selbst. Diesmal handelt es sich um den 18. Roman, der in Deutschland den Titel „Die Gejagten“ trägt, während er im Original „Never Go Back“ heißt, genauso wie der Film. Da die Romane im Grunde genommen keiner Chronologie folgen, sondern jeweils in sich abgeschlossene Episoden bilden, ergibt es durchaus Sinn, sich diejenigen heraus zu picken, die sich für eine Verfilmung anbieten. Und das ist hier auf jeden Fall gegeben.

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Diesmal verschlägt es unseren unsteten Helden zurück an seinen ursprünglichen Wirkungskreis nach Washington, wo er einst als Major der Militärpolizei tätig war. Major Susan Turner (Cobie Smulders), die Reachers ehemalige Ermittlungseinheit leitet, wird des Landesverrats beschuldigt und verhaftet. Da eine von Reachers Haupteigenschaften ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn ist und er eine Verschwörung größeren Ausmaßes wittert, die bis in höchste Kreise reicht, sieht er sich gezwungen einzugreifen und die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Was folgt, ist eine gnadenlose Hetzjagd, in deren Verlauf Reacher nicht nur bei seiner äußerst schlagkräftigen Nachfolgerin Unterstützung findet, sondern sich zudem auch noch mit der Vorstellung auseinandersetzen muss, möglicher Vater einer rebellischen jungen Dame zu sein, die sich den Beiden anschließt und von der talentierten Newcomerin Danika Yarosh verkörpert wird.

Wie im ersten Film wirken die Actionsequenzen „handgemacht“, d.h. man verzichtet auf überzogene und mit viel CGI aufgemotzte Effekte. Cruise, der wie immer auch diesmal darauf bestand, den Großteil der Stunts selbst zu absolvieren, wirkt dabei absolut überzeugend, auch wenn Reacher über eine ähnliche Art von Selbstheilungskräften zu verfügen scheint wie Wolverine, denn selbst nach übelsten Schlägereien bleiben kaum sichtbare Spuren zurück, und selbst die verschwinden nach kürzester Zeit. Doch das trübt den positiven Gesamteindruck  absolut nicht, denn aus der schier unüberschaubaren Menge an misslungener Actionware der letzten Zeit ragt dieser Film doch ziemlich sichtbar als positives Beispiel dafür heraus, dass man das Publikum nicht unbedingt für dumm verkaufen muss, um es zu unterhalten.

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3 Antworten zu Jack Reacher – Kein Weg zurück

  1. Klaus Pellkofer schreibt:

    Bravo Julian, stimme Dir fast einhellig zu. Ich fühlte mich gut unterhalten, wobei ich die Schlusssequenz nicht so treffend fand – Siehe meinen Bericht.

    Gruß A.G.

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück | FilmkritikenOD

  3. Pingback: Kritik: Jack Reacher – Kein Weg zurück – filmexe

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