Woche 41: Inferno / Verrückt nach Fixi / Blair Witch / Die Welt der Wunderlichs

Was für eine Kinowoche: Ein Menschenretter, ein fleischgewordenes Sexspielzeug, gruselige Nächte im Wald und die geballte Familie zum Abgewöhnen…

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© Sonypictures

Inferno
Tom Hanks ist nun zum 3. Mal als Professor Langdon in einer Verfilmung von Erfolgsautor Dan Brown aktiv: Dieses Mal jagt er (oder wird er gejagt?) durch altertümliche europäische Gemäuer, um die Erdbevölkerung vor ihrer Ausdünnung durch Viren zu retten…
Ich kann mit den Büchern nichts anfangen und tat mich auch mit der 3. Adaption etwas schwer: Soll das ein Thriller oder ein Actionfilm sein? Wer ist jetzt gut und wer böse?
Das wird die Dan Brown-Fans aber nicht davon abhalten, sich dieses Spektakel anzusehen…

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© Neue Constantin

Verrückt nach Fixi
Das Leben zweier Außenseiter-Jungs ändert sich massiv, als die japanische Sexpuppe der Baureihe FIXI eines Morgens in Gestalt einer lebenden jungen Frau im Bett erwacht…
Eine deutsche Komödie wie ein pubertärer Tagtraum: Eine äußerst attraktive Titelfigur, die stets freundlich lächelt, sehr wenig redet und deren Zweck klar definiert ist. Der Name FIXI klingt nicht von ungefähr wie Fick Sie! und die Drehbuchschreiber legen gerne noch einen drauf: Wenn das Mädel mit offenherziger Bluse zwei Jungs gegenüber sitzt, bestellen sie natürlich „Zweimal Latte“. Und Jonas stellt sich mit „Penis“ vor, wenn er den Blick nicht von Fixis Brüsten wenden kann…
Am Schluss sind die beiden Jungs irgendwie bessere Menschen, was den Streifen massiv an John Hughes‘ herrlich durchgeknallte Komödie L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn (1985) erinnert…

 

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© Studiocanal

Blair Witch
Der Billigstreifen „Blair Witch Project“ etablierte 1999 quasi ein neues Genre, welches sich durch einen pseudo-dokumentatorischen und amateurhaften Erzählstil auszeichnet. Nach dem zweiten Teil im Jahr 2000 geht nun die Geschichte weiter: 3 Paare machen sich auf in den Wald, in dem seinerzeit die Geschehnisse zum Tod aller Protagonisten führten. Gleich in der ersten Nacht geht der Zirkus wieder los: Unheimliche Geräusche, wilde Wackelkamera in der Dunkelheit, hysterisch kreischende Menschen und eklige Szenen…
Wer sich in dieser Atmosphäre wohl fühlt, wird mit Blair Witch gut bedient. Sensible Naturen sollten sich das billig wirkende Gedöns aber eher ersparen…

 

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© X-Verleih

Die Welt der Wunderlichs
Dany Levys aktuelle Regiearbeit macht uns mit einer Familie bekannt, die man nicht als Nachbarn haben möchte: Mimi hat wegen ihres hyperaktiven Sohns wieder den Job verloren, ihr launischer Vater beklaut die beiden als Zugabe. Aber auch Mimis depressive Mutter ist keine Hilfe, ebenso wenig ihr saufender Ex-Ehemann. Und zur Schwester hat sie schon gar keinen Draht! Und als Mimi in die Schweiz aufbricht, um sich in einer dieser Gaga-Talentshows im Unterschichtfernsehen zu prostituieren, kommt die ganze Familie einfach mit…
Diese Familiengeschichte, die von spielfreudigen Darstellern getragen wird, ist chaotisch, lautstark, immer wieder zum Fremdschämen, ebenso zum Kopfschütteln, von bipolaren Charakteren bevölkert und deshalb so nervtötend wie die jährliche Familienfeier an Weihnachten. Aber ich mag den Film!

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