Woche 38: Bad Moms / Die glorreichen Sieben / Tschick / 24 Wochen

Eine Kinowoche mit überwiegend positiven Filmen: Aufstand der Weiber, Rache der Dörfler, Reise der Kids und Entscheidung der Eltern…

© TOBIS

Land: USA 2016
Laufzeit: 100 min
Regie: Jon Lucas, Scott Moore
Mit: Mila Kunis, Kristen Bell, Kathryn Hahn, Christina Applegate, Jada Pinkett Smith, Annie Mumolo, Jay Hernandez, Oona Laurence, Emjay Anthony, David Walton, Wendell Pierce
Kinostart: 22.9.2016

Drei Mütter haben genug vom alltäglichen Trott (Kinder, Arbeitsplatz, Schule, Haushalt, Ehemann, Elternbeirat etc.) und lehnen sich gegen bestehende Normen auf.
Sie ziehen partyfeiernd durch die Gegend, erschrecken die braven Artgenossinnen und erhalten am Schluss mehr Zuspruch, als sie erwartet haben…

Ich bin fast angenehm erstaunt! Diese laute und schrille Komödie ist nicht nicht mal halb so schlimm, wie ich es nach Sichten des Trailers erwartet habe. Denn diese Mütter sind keine Schlechten, sondern lehnen sich einfach nur gegen idiotische Vorgaben auf und lernen, das Leben richtig zu genießen.
Wer sich an manch‘ zotigem Spruch nicht stört, könnte sich hier gut unterhalten.


die-glorreichen-7-plakat

© 2016 Sony Pictures Releasing GmbH

Originaltitel: The Magnificient Seven
Land
: USA 2016
Laufzeit: 133 min
Regie: Antoine Fuqua
Mit: Denzel Washington, Chris Pratt, Ethan Hawke, Vincent D’Onofrio, Byung-hun Lee, Manuel Garcia-Rulfo, Martin Sensmeier, Peter Sarsgaard, Haley Bennett, Matt Bomer, Luke Grimes
Kinostart: 22.9.2016

Ein böser und reicher Minenbesitzer unterdrückt und ermordet die Bewohner eines Städtchens ohne Ende, bis diese eine Handvoll schräger Abenteurer (herrlich multikulti: ein schwarzer Revolverheld, ein Franzose, ein Koreaner, ein Ire, ein Indianer, ein Mexikaner und ein schwer-gewichtiger Tramper) engagieren, um sich die Schurken vom Hals zu schaffen…

Nun also das Remake vom Remake, denn die Vorlage Die Glorreichen Sieben (1960) war schon eine Neuverfilmung von Kurosawas Klassiker Die sieben Samurai (1954). Und Freunde des utopischen Genres kennen natürlich das trashige SF-Remake Sador – Herrscher im Weltraum von 1980…

Die aktuelle Neuauflage wurde von Action-Spezialist Antoine Fuqua inszeniert und genau das bekommt der Zuschauer auch zu sehen: Er kennt die Versatzstücke des Westerns genau und garniert diese mit lautstarken Schießereien und epischen Schlachtenszenen.
Dass dabei die ursprünglichen ethischen und moralischen Themen auf der Strecke bleiben, versteht sich von selbst…

Die berühmteste Westernmelodie überhaupt, die auch jahrelang für Marlboro-Werbefilme verwendet wurde, ist erst im Nachspann zu hören!


tschick-plakat

© Studiocanal

Land: Deutschland 2016
Laufzeit: 93 min
Regie: Fatih Akin
Mit: Anand Batbileg, Tristan Göbel, Mercedes Müller, Anja Schneider, Uwe Bohm, Udo Samel, Claudia Geisler-Bading, Alexander Scheer, Marc Hosemann, Friederike Kempter, Aniya Wendel, Bella Bading
Kinostart: 15.9.2016

Zwei 14jährige Jungs – einer aus reichem Hause, einer vom Prekariat – reisen in den Ferien mit einem geklauten Lada durch die ostdeutsche Provinz…

Fatih Akin hat aus Wolfgang Herrndorfs Jugendromanbestseller Tschick (2010) ein gefühlvolles, genial gespieltes und atmosphärisch dichtes Road-Movie über das Erwachsenwerden inszeniert.


24-wochen_plakat

© Neue Visionen

Land: Deutschland 2016
Laufzeit: 102 min
Regie: Anne Zohra Berrached
Mit: Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske, Johanna Gastdorf, Maria Dragus, Mila Bruk, Sabine Wolf, Karina Plachetka
Kinostart: 22.9.2016

Das Leben von Astrid und Markus war bisher ohne Makel. Doch als sich die zweite Schwangerschaft der jungen Frau als Nachwuchs mit Down-Syndrom herausstellt, geraten beide in einen Konflikt: Abtreibung im siebten Monat oder ein behindertes Kind?

Drehbuchautorin und Regisseurin Anne Zohra Berrached hat mit 24 Wochen einen maximalst authentischen Film inszeniert, der von seiner großartigen Hauptdarstellerin ebenso lebt wie von der Tatsache, dass die auftretenden Ärzte und Berater/innen keine Schauspieler, sondern reale Profis sind.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Drama, Komödie, Literaturverfilmung, Roadmovie, Western abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Woche 38: Bad Moms / Die glorreichen Sieben / Tschick / 24 Wochen

  1. Pingback: Kritik: Tschick und das Lebensgefühl kleiner Jungs – filmexe

  2. Pingback: Kritik: Die glorreichen Sieben (2016) – filmexe

  3. Pingback: Kritik: Bad Moms – filmexe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s