Das Jericho Projekt – Im Kopf des Killers

Originaltitel: Criminal
Land
: USA 2016
Laufzeit: 110 Min, uncut
Technik: 1920×1080 (2,40:1), Dolby Digital 5.1, Deutsch/Englisch, deutsche Untertitel
Regie: Ariel Vromen
Mit: Kevin Costner, Gary Oldman, Tommy Lee Jones, Gal Gadot, Antje Traue, Alice Eve
Label: Splendid Home Entertainment
Veröffentlichung: 30.9.2016
FSK: 16

Ein Beitrag unseres Superagenten Julian Dax:

© Splendid Film

Gary Oldman, Tommy Lee Jones, Gal Gadot, Michael Pitt, Ryan Reynolds und schließlich Kevin Costner in der Hauptrolle – solch eine hochkarätige Besetzung macht natürlich neugierig! Doch bereits kurz nach dem Einlegen der Scheibe macht diese Neugierde ungläubigem Staunen und schließlich amüsiert bis verständnislosem (je nach Temperament!) Kopfschütteln Platz.

Die Geschichte geht so: Ryan Reynolds ist Bill Pope, CIA-Agent in London, der mit einem genialen holländischen Hacker mit dem äußerst fantasievollen Namen „The Dutchman“ einen Deal abgeschlossen hat. Dieser Hacker ist im Besitz sämtlicher Daten des weltweiten (!!!) amerikanischen Verteidigungssystems, hinter denen auch ein spanischer (!!!) Superschurke her ist, der damit natürlich die ganze Welt ins Chaos stürzen will; im Vergleich zu diesem meist auf seinen Laptop hämmernden Fiesling wirken selbst die abgefahrensten James Bond-Gegner absolut realistisch. Da der „Dutchman“ nun doch kalte Füße bekommt, will er von der CIA lediglich Geld und eine neue Identität anstatt die Daten an den iberischen Größenwahnsinnigen zu übergeben.
Dummerweise wird Bill Pope bei der missglückten Geldübergabe erschossen, nur sein Gehirn gibt noch schwache Lebenszeichen von sich. Hier treten nun sowohl Tommy Lee Jones als genialer Hirnchirurg sowie Kevin Costner als titelgebender Supersoziopath auf den Plan: Aufgrund einer Kopfverletzung in der Kindheit ist Jerico Stewart nicht in der Lage, irgendwelche Gefühle zu entwickeln oder sich an selbstverständliche moralische Werte zu halten und muss deswegen in einer Gefängniszelle mit einer dicken Kette um den Hals dahinvegetieren. Kurzum, vor diesem Exemplar der menschlichen Spezies würde sich wohl auch ein Hannibal Lecter fürchten. Da trifft es sich gut, dass ausgerechnet er der ideale „Wirt“ für die Empfindungen, Gedanken, vor allem jedoch Informationen des erschossenen Agenten zu sein scheint, wenn auch ein unfreiwilliger. Soweit alles klar?

© Splendid Film

Was nun folgt, sind die üblichen Schlägereien, Schießereien, Explosionen und Auto- verfolgungsjagden, die immerhin sehr professionell inszeniert sind und wohl die Aufgabe haben, den Zuschauer bei der Stange zu halten und zudem zu verhindern, dass dieser über die immer zahlreicher werdenden Logiklöcher nachdenkt.
Zugegeben, es hat doch einigen Unterhaltungswert, Kevin Costner derart engagiert gegen sein altes Image als amerikanischer Saubermann anspielen zu sehen und auch die anderen Hochkaräter liefern gewohnt souveräne Arbeit ab, doch je weiter der Film voranschreitet, je lächerlicher der Plot sich entwickelt, desto mehr fragt man sich, ob die Rollenangebote selbst an solch gestandene Schauspieler mittlerweile so dünn gesät sind, dass sie sich für solche Projekte verdingen müssen.

Extras:

  • Kommentar von Regisseur Ariel Vromen
  • nicht verwendete Szenen
  • Making Of
  • Trailershow
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