Die Star Trek Physik

Titel: Die Star Trek Physik – Warum die Enterprise nur 158 Kilo wiegt und andere galaktische Erkenntnisse
Autor: Metin Tolan
Verlag: Piper, München 2016
Umfang: 352 Seiten, gebunden,
ISBN: 978-3-492-05653-3
Preis: 20 €, 20.60 € (A), E-Buch: 15.99 €

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Wer erinnert sich nicht quälend an den Physik-Unterricht, den jeder mal in der Schule zu absolvieren hatte? Vorne meist ein schlauer Kerl mit eher langweiligen Experimenten, gruseligen Zahlen und Formeln, ihm gegenüber wir im Kampf mit dem Verständnis und dem Schlaf…
Dass Physik auch Spaß machen kann, beweist Metin Tolan, seines Zeichens Professor an der Universität Dortmund. Er hat einige populärwissenschaftliche Bücher verfasst, von denen beispielsweise Die Star Trek Physik für uns Filmsüchtige interessant ist.

Dabei geht es nicht nur um die mittlerweile 13 Kinoabenteuer mit den verschiedenen Star Trek-Mannschaften, sondern auch die langjährigen Fernsehserien Raumschiff Enterprise, The Next Generation, Deep Space 9 und Raumschiff Voyager.
Professor Tolan im Interview: Ich habe alle 726 Episoden und zwölf Kinofilme gesehen, manche mehrfach. Insgesamt habe ich damit sicher gut 100 Tage verbracht.

Und dabei festgestellt, dass die Drehbuchschreiber und Macher zwar beim Beamen, beim Warpen, bei Wurmlöchern, beim Impulsantrieb oder auch beim transparenten Aluminum  immer bemüht waren, viele Dinge exakt zu erklären, sich aber trotzdem oftmals massiv verrechnet hatten. Oder aber Technologien vorausahnten, die eben nur in der Theorie funktionieren würden…

© 2016 Paramount Pictures. All Rights Reserved.

Metin Tolan (* 1965) zitiert dazu immer wieder Unterhaltungen der Enterprise-Crews aus verschiedenen Filmen und beschreibt dann anhand mathematischer Formeln und Gleichungen, ob das Gesagte auf wissenschaftlicher Basis möglich ist oder vom Zuschauer halt akzeptiert werden muss.
Wer es dann ganz genau wissen möchte, findet viele Zusatzkapitel Details für Besserwisser, die aber ein gerüttelt Maß an physikalischem Verständnis und Freude an Zahlen voraussetzen.

Wer erinnert sich nicht mit breiten Grinsen an die Szene aus dem Kinoabenteuer Star Trek – Zurück in die Gegenwart, als Scottie dem Wissenschaftler des Jahres 1986 den Werkstoff Transparentes Aluminium offeriert:

Tolan hat sich auch dieses Materials aus der Zukunft angenommen und belegt ausführlich auf sechs Seiten, dass es vergleichbare Stoffe schon in der Gegenwart gibt…

Was mich bei der Lektüre angemessen gestört hat, sind die insgesamt 352 Fußnoten, die den Blick des Lesers unnötig auf- und abpendeln lassen. Diese (teilweise langen) weiterführenden Erklärungen hätte man besser in den Text integriert.

Ansonsten gibt es nichts zu kritisieren: Professor Metin Tolan hat mit Die Star Trek Physik ein populärwissenschaftliches Buch verfasst, dass ebenso unterhaltsam wie informativ ist und Trekkies wie auch Physik- und Mathefreaks wohl gleichermaßen begeistern wird. Denn endlich erfahren wir, wieviele Tribbles wirklich in den Laderaum passen, ob Zeitreisen tatsächlich möglich sind und warum das Raumschiff Enterprise eigentlich keine Trägheitsdämpfer benötigt.

Auch der Humor bleibt dabei nicht auf der Strecke, so beschließt Tolan sein Werk mit Danksagungen in klingonischer Sprache. Hardcore-Trekkies werden jubeln…

Weitere interessante Physikbücher von Metin Tolan:

  • Titanic – Mit Physik in den Untergang
  • Geschüttelt, nicht gerührt – Die James Bond Physik
  • Die Physik des Fußballspiels
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5 Antworten zu Die Star Trek Physik

  1. Laura Palmer schreibt:

    Raumschiff Enterprise und Flüssig – eine interessante Kombination…

    Gefällt mir

  2. Laura Palmer schreibt:

    Nicht „Flüssig“, sonder „Füsig“. Ich hasse Autokorrektoren…

    Gefällt 1 Person

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