Erlösung – Flaschenpost von P

Originaltitel: Flaskepost fra P
Land:
Dänemark/Deutschland/Schweden/Norwegen 2016
Laufzeit: 112 Minuten
Regie: Hans Petter Moland
Darsteller/innen: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Pål Sverre Hagen, Johanne Louise Schmidt, Jakob Ulrik Lohmann, Amanda Collin, Jakob Oftebro
Kinostart: 9.6.2015

erloesung-plakat

Es gibt Fernsehfilme, die sind so gut, dass man sie gerne im Filmtheater auf der großen Leinwand hätte. Und es gibt Kinofilme, die in keiner Szene über solides TV-Niveau hinauskommen…


Erbarmen
aus der Feder Jussi Adler-Olsens war solch ein Kandidat: Die Krimis des dänischen Autors verkauften sich wie geschnitten Brot und erschienen millionenfach in über 42 Ländern. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichten um den eigenwilligen Ermittler Carl Mørck und seinen syrischen Kollegen Assad verfilmt wurden.

Die erste Kinoadaption der auf 10 Folgen angelegten Reihe enptuppte sich quasi als Pilotfilm einer Fernsehserie, die den Zuschauer mit den Hauptfiguren bekannt machte: Da ist Vizekriminalkommisar Mørck, der nach einem grandios vergeigten Einsatz in die neu gegründete Sonderabteilung Q im Keller abgeschoben  wird. Er soll dort zusammen mit einem absoluten Neuling ungelöste Fälle zum Abschluss bringen…
Obwohl Erbarmen passend besetzt war und so ziemlich alle Ingredienzien auffuhr, die die Fans der in TV und Buchhandel so beliebten Skandinavienkrimis mögen, blieb die Verfilmung über weite Strecken beliebig und ohne eigenen Stil.

Nächste Folge: Schändung – Die Fasanentöter: Und wieder nur solide ZDF-Krimikost, die statt Spannung und Überraschung leider Schwächen im Drehbuch präsentiert. Dafür kam mit  Rose eine angenehm kontrastierende Assistentin mit ins Spiel.

Und nun Erlösung – Flaschenpost von P, der dritte Fall – und der dritte deutsche Titel, der mit dem Original nicht das Geringste zu tun hat. Aber das geht auf das Konto des Buchverlages und ist eine andere Geschichte…

Unsere Ermittler hingegen sind in zwei Linien tätig, die sich kreuzen: Die betagten Fälle, bei denen es um Kindesentführung geht sowie der Stress mit den spinnerten Mitgliedern einer freikirchlichen Sekte.

Auch wenn ich mich wiederhole: Auch dieser arg konstruierte Fall wäre, obwohl er im breitwandigen CinemaScope-Verfahren (Artikel) fotografiert wurde, wegen seiner Aneinanderreihung von Klischees im Fernsehen besser aufgehoben.

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