Woche 13: 10 Cloverfield Lane / Im Himmel trägt man hohe Schuhe / Batman v Superman

Meine aktuelle Kinowoche war sehr gemischt: Eine Invasion (muss man sehen!), eine Komödie (!) über Krebs (könnte man gucken) sowie ein paar tumbe Superhelden (muss man nicht angucken)…

© Paramount

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10 Cloverfield Lane

Land: USA 2016
Laufzeit: 103 min
Regie: Dan Trachtenberg
Darsteller/innen: John Goodman, Mary Elizabeth Winstead,  John Gallagher Jr.
Kinostart: 31.3.2016

OBACHT: Auch wenn der Titel an den Vorgängerfilm Cloverfield erinnern soll, hat dieses Kammerspiel nicht sehr viel mit dem Kassenhit aus dem Jahre 2008 gemein.

Denn hier verzichtet man wohltuend auf die Wackelkamera und die Hektik, die den überraschenden Monsterfilm seinerzeit auszeichnete.

Produziert wurde 10 Cloverfield Lane zwar wieder von J.J. Abrams, aber der Regisseur ist nun ein Anderer.

Und Dan Trachtenberg versteht es in seinem Regiedebüt wahrlich, einen rätselhaften und spannenden Thriller in Form eines Kammerspiels (!) zu inszenieren: Michelle hat auf einer nächtlichen Straße einen schweren Autounfall und wacht in einem geschlossenen Raum wieder auf. Ein älterer Mann stellt sich als Howard vor und erklärt der jungen Frau, dass er sie vor einem atomaren oder chemischen Angriff in seinen persönlichen Schutzbunker gerettet habe.
Nebenan findet sich in Gestalt von Emmet der dritte Überlebende. Nach anfänglichen Reibereien arangiert sich das Trio, ein Ende des Zwangsaufenthalts ist schließlich nicht in Sicht. Doch allmählich hegen Michelle und Emmet Zweifel an ihrem Gastgeber und planen den Ausbruch…

Mehr über diesen Film zu verraten hieße ihn zu spoilern!
Deshalb hier nur der Hinweis, dass 10 Cloverfield Lane atmosphärisch dicht inszeniert und großartig gespielt ist…


© Neue Visionen

© Neue Visionen

Im Himmel trägt man hohe Schuhe

Originaltitel: Miss you already
Land:
GB 2015
Laufzeit: 112 min
Regie: Catherine Hardwicke
Darsteller/innen: Drew Barrymore, Toni Collette, Dominic Cooper, Paddy Considine, Jaqueline Bisset
Kinostart: 31.3.2016

Herzlichen Glückwunsch an den Verleih, durch den deutschen Filmtitel schon vorab zu verraten, dass hier jemand stirbt!

Nachdem die Katze jetzt schon aus dem Sack ist: Jess und Milly sind sowas von allerbeste Freundinnen seit der Schulzeit.

Da bricht bei der zweifachen Mutter Milly plötzlich Brustkrebs aus und verändert das Leben beider Familien. Denn Jess wird parallel dazu nach langen Jahren endlich schwanger. Doch Milly ist alles andere als geheilt und geht schließlich an Metastasen im Gehirn zugrunde…

Eine Komödie über Krebs? Robert Schwentke hat mit seinem autobiografischen Hodenkrebs-Lustspiel Eierdiebe bereits 2003 bewiesen, dass sowas funktionieren kann.

Und so auch hier: Drew Barrymore und Toni Collette spielen eindrucksvoll und mit lautem Humor gegen das Elend an. Trotz keinem Happy-End ist Miss you already ein Stück Wohlfühlkino, das man zu akzeptieren bereit sein muss.


© 2016 Warner Bros.

© 2016 Warner Bros.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Land: USA 2016
Laufzeit: 152 min
Regie: Zack Snyder
Darsteller/innen: Henry Cavill, Ben Affleck, Amy Adams, Jesse Eisenberg, Diane Lane, Laurence Fishburne, Jeremy Irons, Holly Hunter, Kevin Costner
Kinostart: 24.3.2016

Zweieinhalb Stunden Gekloppe und Materialschlacht – das muss man dem Regisseur Zack 300 Snyder erst mal nachmachen.

Doch all die einstürzenden Gebäude, Flammen,  Explosionen und bombastischen Kämpfe täuschen nicht darüber hinweg, dass es eigentlich keine richtige Geschichte gibt und viele der besseren Darsteller (damit meine ich nicht die Titelhelden…) massiv unterfordert sind.

Viele Zuschauer berichten von massivem Ghosting in den 3-D-Versionen des Films, die bei den Systemen Real D und Dolby 3D auftritt. Ich hatte mir das Spektakel deshalb in sprichwörtlich flacher Ausgabe angesehen…

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3 Antworten zu Woche 13: 10 Cloverfield Lane / Im Himmel trägt man hohe Schuhe / Batman v Superman

  1. celluloidbuff schreibt:

    10 Cloverfield Lane konnte mich in der ersten Stunde richtig fesseln, bis man dann an dem Versuch scheiterte, das Mysterium schlüssig aufzulösen. Auf miht macht es den Eindruck als hätte Trachtenberg die Grundprämisse des Spannungskinos nicht verstanden…

    Batman v Superman auf seine Action zu reduzieren fällt natürlich einfach. Wer die zweieinhalb Stunden aber mal reflektiert Revue passieren lässt, bemerkt, dass gar nicht so viel rummst. Snyder hat in BvS auf jeden Fall eher zu viel zu erzählen als zu wenig, weswegen ich mir auch sicher bin, dass der Director’s Cut deutlich runder sein wird.

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    • Liegeradler schreibt:

      Der DC soll ja nochmal 30 Minuten länger sein… Es gibt da eine gottgleiche Szene (Superman rettet die Überschwemmungsopfer von den Dächern…), die mich massiv an biblische Gemälde erinnert hat

      Gefällt mir

      • celluloidbuff schreibt:

        Ganz genau, und 30 Minuten können richtig was ausmachen (siehe Watchmen). Und davon gibt’s wohl noch viel, viel mehr, die wohl kaum einer schon ausnahmslos entdeckt hat. Diese Allegorien gab’s ja auch schon in Man of Steel zuhauf, hab ich aber zu einem Großteil auch erst durch Analysen bzw. Analysieren entdeckt.

        Gefällt 1 Person

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