Die Verfluchten – Der Untergang des Hauses Usher

Originaltitel: The Fall of the House of Usher
Land:
USA 1960
Laufzeit: 79 min
Regie: Roger Corman
Drehbuch: Richard Matheson
Darsteller/innen: Vincent Price, Mark Damon, Myrna Fahey
Label: explosive media

Ein Gastbeitrag unseres langjährigen Grusel-Spezialisten Julian Dax:

© explosive media

© explosive media

Im Jahre 1976 erschien die immens erfolgreiche Schallplatte Tales Of Mystery And Imagination von The Alan Parsons Project und machte den amerikanischen Autor Edgar Allan Poe, dessen Originaltexte sie musikalisch umsetzte, auch auf popkulturellem Gebiet schlagartig bekannt. (Der Vollständigkeit halber: The Fall Of The House Of Usher gehört bis heute zu den Höhepunkten der Platte!)

Bereits 16 Jahre früher nahm sich der spätere Kultregisseur Roger Corman eben diese Kurzgeschichte als Vorlage, um in nur wenigen Tagen und mit noch weniger Geld – Corman war bekannt für seine äußerst ökonomische Arbeitsweise – den ersten Farbfilm für die Filmfirma American International zu drehen. Das Drehbuch schrieb kein Geringerer als der bekannte Science Fiction-Autor Richard Matheson, dessen Roman I Am Legend inzwischen bereits dreimal verfilmt worden ist. Aber das nur nebenbei.

Bei der Firma  EXPLOSIVE  MEDIA  ist 2015 eine Neuauflage des Films erschienen, mitsamt Neuabtastung, und diese Version ist wirklich absolut sehenswert; vor allem auf BluRay kommen sowohl die fantastischen Farben als auch das sorgfältige Dekor des unheimlichen, ein Eigenleben führenden Hauses besonders gut zur Geltung.

die_verfluchten_werbung

© MGM

Natürlich werden nun abgebrühte Horrorfilmfans abwinken und einwenden, dass die Schocks und Effekte des Films kaum über die Atmosphäre einer Geisterbahn hinauskommen und sich lieber den x-ten Aufguss irgendeines Folterhorrormists reinziehen. Wer jedoch Wert legt auf klasse Schauspieler – für Vincent Price begann mit diesem Film die zweite Stufe seiner Karriere – und die Qualität eines Horrorfilms nicht anhand der Menge an vergossenem Blut und umherfliegender Innereien misst, der findet hier eine ebenso respektvolle wie respektable Verfilmung einer ungewöhnlichen literarischen Vorlage.

Die Extras:

  • Interview mit Mark Damon 2014
  • Booklet
  • Originaltrailer
  • Bildergalerie seltener Artworks
  • Explosive Trailer-Reel
  • Wendecover ohne FSK-Logo
© explosive media

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Eine Antwort zu Die Verfluchten – Der Untergang des Hauses Usher

  1. terencehorn schreibt:

    Servus! auf meinem Blog stelle ich „An jedem gottverdammten Montag“ Dichter, Autoren und Künstler vor. Diesen Montag Prinz Prospero, der vielleicht größte Poe-Fan
    “DURING the whole of a dull, dark, and soundless day in the autumn of the year, when the clouds hung oppressively low in the heavens, I had been passing alone, on horseback, through a singularly dreary tract of country; and at length found myself, as the shades of the evening drew on, within view of the melancholy House of Usher.”

    Gerne mal reinschauen: http://terencehorn.com/2016/04/04/an-jedem-gottverdammten-montag-der-phantastische-dichter-prinz-prospero-mit-unveroeffentlichten-gedichten/

    Gefällt mir

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