Woche 7: Hail, Caesar!

© UNIVERSAL

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Land: USA/GB 2015
Laufzeit: 100 min
Regie: Joel & Ethan Coen
Darsteller/innen: Josh Brolin, George Clooney, Ralph Fiennes, Tilda Swinton, Alden Ehrenreich, Scarlett Johansson, Channing Tatum, Frances McDormand, Jonah Hill, Ian Blackman
Kinostart: 18.2.2016

Seitdem die Brüder Joel und Ethan Coen mit Blood Simple (1984) im Kino debütierten, haben sie insgesamt 16 Filme abgeliefert, bei denen sie gemeinsam – oder abwechselnd – für Drehbuch, Regie, Produktion und Schnitt verantwortlich zeichnen.
Das sehenswerte Gesamtwerk der Coens wurde mit Preisen überhäuft und bereichert die Filmgeschichte mit den schrägen Welten und Figuren aus Blood Simple, Arizona Junior, Millers Crossing, Barton Fink, Hudsucker – Der große Sprung, Fargo, Big Lebowski, O Brother, Where Art Thou? und The Man who wasn’t there…

Mit Ein (un)möglicher Härtefall (2003) kam dann die Wende, denn die kreativen Anarchos wechselten mit ihrer Mischung aus klassischer Screwball-Comedy, zynischer Rachegeschichte, romantischer Liebeskomödie und groteskem Betrugsmärchen ins konventionelle Filmgenre über.
Und das Remake von Ladykillers war ein Kasperletheater ohne Witz und Verstand…

Inzwischen haben die Coens 5 weitere Spielfilme abgeliefert und unlängst startete nun – im Scheinwerferlicht der Berlinale 2016 – die aktuelle Arbeit Hail, Ceasar!

Um es kurz und schmerzlos zu machen: Ich bin von diesem Spielfilm sehr enttäuscht und habe mich die ganze Laufzeit zwischen Kopfschütteln und Langeweile bewegt!

Was wird geboten:

  • Der Film ist sehr prominent besetzt
  • Er spielt in der Filmbranche der 50er Jahre – ich liebe Kino über Kino!
  • Es gibt kleine Geschichtchen über Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Drehbuchautoren…

Was hat mich genervt:

  • Die einzelnen Erzählstränge plätschern lieblos vor sich hin
  • Hail, Caesar! ist mehr eine Nummernrevue als ein Spielfilm, der rote Faden fehlt
  • Die Darsteller chargieren massiv, die Charaktere wirken albern
  • Der Film wirkt wegen seiner vielen Einfälle, die einfach noch eingebaut wurden, irgendwie überladen

Ein wunderbares Kabinettstückchen, das schmerzhaft an die Anarchie vergangener Coen-Filme erinnert soll hier nicht unerwähnt bleiben: Nämlich jene Szene im Schneideraum des Studios, in der Frances McDormand (die Ehefrau von Joel Coen) als Cutterin sich mit dem Schal im Projektor verheddert… Those were the times…

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