Woche 6: Nichts passiert

© movienet

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Land: Schweiz 2015
Laufzeit: 88 min
Regie: Micha Lewinsky
Darsteller/innen: Devid Striesow, Maren Eggert, Annina Walt, Lotte Becker, Beat Marti, Max Hubacher, Stéphane Maeder
Kinostart: 11.2.2016

Eine recht illustre Zwangsgemeinschaft bricht da in die winterlichen Schweizer Alpen auf, um ein paar gemeinsame Tage in einer Ferienwohnung zu verbringen: Die Mutter möchte eigentlich in Ruhe
schreiben und die pubertierende Tochter ist sowieso gegen diese Tour. Der Vater Thomas, ein Weichei und Anpasser, bemüht sich ziemlich hilflos, dem Trip ein positives Gesicht zu verleihen. Mit an Bord ist außerdem die gleichaltrige Tochter seines Vorgesetzten und die sorgt sofort am ersten Abend für Stress, als sie mit dem Sohn des Vermieters  unfreiwilligen Sex im Auto hat…
Und von da an geht es Schlag auf Schlag für den immer mehr überforderten Familienvater: Er hilft dem verzweifelten Mädchen (NB: der Tochter seines Chefs!), die Pille-Danach zu bekommen und die unglücksseelige Autonummer vor allen zu verheimlichen. Doch schon bald hat er den Vater des Übeltäters, seine Frau und die gemeinsame Tochter am Hals, als er sich immer mehr in einem Netz von Not- und anderen Lügen verstrickt…

Ein ganz köstliches Schauspiel ist Nichts passiert, das von Micha Lewinsky (Die Standesbeamtin, ) geschrieben und inszeniert wurde und von überzeugenden Darstellern getragen wird. Allen voran gibt Devid Striesow den konfliktscheuen Vater, den angeblich trockenen Alkoholiker, der nichts so scheut wie Auseinandersetzungen und schließlich gewaltig in die Ecke gedrängt wird. Aber auch die anderen Schauspieler machen die Geschichte zu einem spannenden Psychogramm.

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2 Antworten zu Woche 6: Nichts passiert

  1. AktionMorgenluft schreibt:

    Ach, Hr. Striesow. Gefällt mir immer besser!

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  2. Liegeradler schreibt:

    Vorsicht,, Striesow kann auch anders:

    Blut, Schweiß, Sperma und Tränen

    Frankreich im Religionskrieg: Am 24. August 1572 wurden 30.000 Hugenotten von Katholiken niedergemetzelt, die „Pariser Bluthochzeit“ geschah auf Anordnung der französischen Königin Katharina von Medici.
    Patrice Chéreaus Film „Die Bartholomäusnacht“ brachte 1994 die Ereignisse eindrucksvoll und glaubwürdig auf die Leinwand.
    Letztes Jahr inszenierte der mehrfach preisgekrönte TV-Autor und –Produzent Jo Baier seine Version, er nahm dabei die beiden „Henri Quatre“-Romane von Heinrich Mann als Vorlage. Der Aufwand war enorm, gedreht wurde in Frankreich, Deutschland und Tschechien mit ebensolchen plus österreichischen und katalanischen Darstellern.
    Dennoch entpuppt sich das Ergebnis auf der großen Leinwand als Ärgernis reinsten Wassers, so kann der mehr als zweieinhalbstündige Kostümschinken nicht mal als halbgarer Fernsehfilm der Privaten durchgehen. Bereits das Drehbuch vermag nichts von Dramaturgie und Charakterzeichnung vorzugeben, die technische Umsetzung erschöpft sich in spektakulären Momenten von Sex und Gewalt sowie stellenweise miserabler Synchronisation. Die umfangreiche Riege namhafter Schauspieler, allen voran Ulrich Noethen und Devid Striesow, chargiert weit über das erträgliche Maß hinaus und gibt die eifersüchtigen, schwulen, geisteskranken und nymphomanischen Charaktere immer wieder purer Lächerlichkeit preis.
    Den einzelnen Szenen fehlt jegliche Stringenz, als Ganzes wirkt „Henri 4“ wie ein unkundig zusammengeschluderter und schmerzhaft überlanger Europudding, über dessen oft unfreiwillig komische Momente aber leider niemand lachen kann.
    –––––––––––––––––––––––––––––––
    Henri 4
    D/F/AU/E 2009, 154 Minuten
    Regie: Jo Baier
    Mit Julien Boisselier, Joachim Król, Ulrich Noethen, Devid Striesow, Hannelore Hoger, Gabriela Maria Schmeide

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