Woche 5: Das Wetter in geschlossenen Räumen / Lena Love

© Movienet Film

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Das Wetter in geschlossenen Räumen

Land: Deutschland/Österreich 2015
Laufzeit: 100 min
Regie: Isabelle Stever
Darsteller/innen: Maria Furtwängler, Mehmet Sözer, Anne von Keller, Dorka Gryllus, Barbara Bouchet, Jim Broadbent
Kinostart: 28.1.2016

Dorothea ist Entwicklungshelferin des Hilfswerks UNHCR. Sie logiert in einem Nobelhotel mitten in einem Kriegsgebiet und hat sehr viel Zeit zwischen den Wohltätigkeitsabenden. Den Leerlauf verkürzt sie sich mit exzessivem Saufen, Zynismus und den Diensten eines jungen halb-algerischen Liebhabers in ihrer Nobelsuite. Als ihre Vorgesetzte überraschend eintrifft, droht ihr Leben vollends aus den Bahnen zu laufen…

Ein Film voller Kontraste: Draußen Krieg, Elend und Armut, im gut bewachten Hotel knallen die Sektkorken und quietschen die Matratzen.
Isabelle Stevers Spielfilm Das Wetter in geschlossenen Räumen ist inspiriert von einer Begegnung mit einer Entwicklungshelferin, die in Saus und Braus lebte.

Ich war zu Beginn des Streifens leicht irritiert über das Verhalten der Beteiligten (die Hauptfigur Dorothea ist in jeder Szene in neue teure Kleidung gehüllt und vernichtet Unmengen von Alkohol), aber dann schälte sich langsam heraus, dass das wohl satirisch gemeint war.
Für eine Satire über das Geschäft mit der Not anderer hat dieser Film aber definitiv zu wenig Biss, sondern plätschert angemessen ruhig vor sich hin.


© Alpenrepublik

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Lena Love

Land: Deutschland 2015
Laufzeit: 96 min
Regie: Florian Gaag
Darsteller/innen: Emilia Schüle, Jannik Schümann, Sina Tkotsch, Kyra Sophia Kahre, Anna Bederke, Sandra Borgmann, Felix Knopp, Georg Böhm
Kinostart: 17.3.2016, verschoben auf 22.9.2016

Lena ist 16, lebt einsam in einer öden Vorstadtsiedlung und hat sich in den begabten Graffiti-Aktivisten Tim verguckt.
Als ihre beste Freundin Nicole auch großes Interesse an dem jungen Mann zeigt, vertraut Lena ihrem Online-Freund Noah ihren geballten Frust an. Doch hinter diesem Chatpartner verbirgt sich jemand ganz anderes…

Florian Gaags Regiedebüt Wholetrain (2006) spielte in der Graffiti-Szene einer Großstadt und gab einem Nachwuchsschauspieler namens Elyas M’Barek die erste große Rolle.

Mit seinem zweiten Spielfilm Lena Love wendet sich Gaag nun der Teenagerwelt zu, in der virtuelle Personen oft vor realen Menschen stehen. Der Film um Erwachsenwerden und Cybermobbing weiß durch exzellente Bild- und Tongestaltung sowie sein präsentes und spielfreudiges Ensemble zu gefallen.

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